Mittwoch, 9. Jänner 2008

"Wy govorite po-russki?": Tirol sucht dringend russisch sprechendes Personal

  • Russen stürmen Österreich - nur wer versteht sie?
  • Quotenregelung führt zu Engpässen im Tourismus

Bei Jobbewerbungen im Tiroler Gastgewerbe ist russisch von Vorteil. Denn dem Tiroler Tourismus fehlt laut dem Tourismusverband Ötztal russisch sprechendes Personal. Aufgrund der Quotenregelung für die Beschäftigung von Nicht-EU-Ausländern ist es hier zu einem Engpass gekommen.

Die russischen Gäste nehmen einen immer wichtigeren Stellenwert für den Tiroler Tourismus ein. Daher sind Gastronomen bemüht, ihnen in ihrer Sprache zu antworten. Doch es sei schwierig Personal mit russisch Kenntnisse anzustellen, erklärte Oliver Schwarz, Geschäftsführer vom Tourismusverband Ötztal am Mittwoch. Aufgrund der Quotenregelung bei Nicht-EU-Ausländer sind Kellner mit Ostsprachenkenntnissen rar.

Allein in Sölden rechnet man in dieser Saison mit 10 Prozent mehr Gästen aus Russland. Vor allem in der Zeit zwischen dem 2. Jänner bis zum 14. Jänner zieht es diese Gästeschicht in die heimischen Skiregionen. Das fülle das traditionelle "Jännerloch". Derzeit seien in Sölden von den 12.000 Gästebetten 4.000 von Russen belegt.

Da es häufig schwierig sei, russischsprechende Angestellte zu bekommen, behilft man sich in Sölden mit anderen Mitteln, wie etwa russischen Speisekarten, einem eigenen russischen Journal und einem Informationspavillon ,in dem die Besucher sich in ihrer Muttersprache erkundigen können. Die junge Generation der Russen spreche aber auch sehr gut Englisch, sagte Schwarz. (apa/red)

9.1.2008 14:12