Mittwoch, 9. Jänner 2008

Frust total: Neuwahl statt Dauer-Qual

Pleite-Bilanz: Ein Jahr nach Start der großen Koalition ist der Wähler-Frust groß wie nie: Jeder Dritte will sofort wieder neu wählen. Jeder Vierte ist für neues Wahlrecht.

Genau ein Jahr nach Antritt der Regierung Gusenbauer weht ein Hauch von Veränderungswillen durch Österreich. Nicht bei den politischen Parteien und nicht in der Bundesregierung. Umso mehr aber in der Bevölkerung, die auf die zermürbende Dauerauseinandersetzung zwischen Rot und Schwarz mit zunehmendem Ärger reagiert: Nach nur einem Jahr großer Koalition ist zwar eine Mehrheit von 58 Prozent gegen eine vorgezogene Neuwahl. Doch immerhin 32 Prozent, also fast jeder Dritte, so zeigt eine aktuelle NEWS-market-Umfrage unter 500 Befragten, wünscht sich eine Neuwahl als erhofften Ausweg aus dem Dilemma.

Das ist ein Wert, meint market-Chef Werner Beutelmeyer, der über den erwartbaren Unmut aus den Reihen der Opposition hinausgeht, schließlich sagen sogar 38 Prozent der SPÖ-Sympathisanten und 22 Prozent der ÖVP-Wähler, sie wollen Neuwahlen: „Das ist schon eine Misstrauensbekundung.“ Oder die verzweifelte Hoffnung, beim nächsten Mal klar die Nase vorn zu haben.

Die Zustimmung ist auch unter WählerInnen bis 29 Jahre (39 Prozent) groß, und bei Grün- und FPÖ-Sympathisanten sowieso, die sich von Neuwahlen Auftrieb erhoffen.

Die ganze Story mit den genauen Umfrage-Ergebnissen finden Sie im neuen NEWS

9.1.2008 15:08