Großes Mohrentreiben im Meinl-Imperium:
Verfahren und Kritik nach Tod von Julius IV.
- NEWS: Manager Hans Haider denkt nicht an Rückzug
- Empörung über Wechsel von Julius V. in Aufsichtsrat
·Meinl V. bekommt Konsulentenvertrag
"profil": Gegenleistungen in höhe seines Gehaltes
·NEWS: Verkauft Meinl
sein Finanzimperium?
Attraktive Kaufangebote sollen bereits vorliegen
·Abermals schwere Vorwürfe gegen Meinl
Mit Transaktionen über 300 Mio. "eingestreift"?
Julius IV., langjähriges Oberhaupt der Industriellenfamilie und Vater von Julius V., verstarb im 78. Lebensjahr. Doch die Ruhe zur Trauerarbeit kann die Familie derzeit nicht finden. Denn rund um das Familienunternehmen gehen die Wogen hoch. Immer mehr Kritiker treten auf den Plan. Das große Mohren-Treiben ist voll im Gange.
Einer will jedoch nicht von Meinls Seite abrücken: Hans Haider, bis Mai vergangenen Jahres erfolgreicher Verbund-Boss, klar: "Ich denke nicht an einen Ausstieg als Chairman der Meinl International Power". Zwar kritisiert er den Rückkauf der Zertifikate von Meinl European Land ("Schwachsinn"), den Ausgangspunkt der Meinl-Krise, aber er will die übernommene Aufgabe voll erfüllen.
Verfahren gegen MEL
Daran ändert auch das Verfahren nichts, das die Staatsanwaltschaft Wien gegen Haider, Meinl-Manager Karl-Heinz Grasser und Julius Meinl V. eröffnet hat. Haider beteuert wie Meinl und Grasser, sich stets gesetzeskonform verhalten zu haben, und erwartet die Einstellung des Verfahrens.
Meinl im Aufsichtsrat unvereinbar?
Die Untersuchung der Meinl Bank haben die Prüfer der Nationalbank bereits abgeschlossen. Nun aber will SP-Justizsprecher Hannes Jarolim die Nationalbank als Bankenaufsicht erneut bemühen. Grund ist der Wechsel von Julius Meinl V., der noch vor Jahreswechsel als Vorstandsvorsitzender der Meinl Bank ausgeschieden ist, um den Aufsichtsratsvorsitz der Bank zu übernehmen. Gleichzeitig fungiert Meinl auch als Berater der Bank. Dies hält Jarolim für unvereinbar.
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