Preisabsprachen in der Tabakindustrie?
Matznetter will vor Kartellbehörden gehen
- "Konsumenten wird Geld aus der Tasche gezogen"
- Staatssekretär von Schwarzmarkt-Boom überzeugt

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SPÖ-Finanzstaatssekretär Matznetter will die von der Austria Tabak angekündigten Preiserhöhungen nicht einfach hinnehmen. Er vermutet Preisabsprachen und plant, den Fall vor die Kartellbehörden zu bringen. Es sei "unerhört, wie die Konzerne den Konsumenten das Geld aus der Tasche ziehen und die Existenz der Trafikanten gefährden".
"Wenn Preisabsprachen vorliegen, müssen wir dagegen vorgehen", betonte der Finanz-Staatssekretär im Interview mit der Tageszeitung "Österreich". Die EU-Kommission habe für Kartellabsprachen schon Strafen in Millionenhöhe verhängt. Die Konzerne hätten die Preiserhöhung schon vor dem Beschluss des Trafikanten-Hilfspakets als Druckmittel verwendet, untermauerte Matznetter seinen Vorwurf.
Er ist überzeugt, dass wegen der höheren Preise mehr Leute am Schwarzmarkt Zigaretten kaufen werden. "Die Konzerne kassieren doppelt: Im Inland durch höhere Spannen und bei ihren Schwesterfirmen im Ausland durch mehr Umsatz." (apa/red)

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