Dienstag, 8. Jänner 2008

Kaufkraft in Kärnten weiter am geringsten: Wien im Bundesländer-Vergleich auf Platz 1

  • KTN: '07 sogar schlechtere Position gegenüber '06
  • Salzburg, Vorarlberg & Niederösterreich auch vorne

Kärnten hat weiter die geringste Kaufkraft aller österreichischen Bundesländer. 2007 verschlechterte sich die Position gegenüber 2006 sogar um 0,5 Punkte auf 88,8 Prozent des Österreich- Schnitts, teilte die Makam Market Research mit. Insgesamt sei die Kaufkraft in Österreich um zwei Prozent auf 122 Mrd. Euro bzw. 15.100 Euro pro Kopf oder 18.230 Euro pro Person bei den über 15-jährigen gestiegen.

2007 haben Niederösterreich, Oberösterreich, die Steiermark und Tirol stärker an Kaufkraft zugelegt als der österreichische Durchschnitt. Im Gegenzug haben Wien, Salzburg, Burgenland und Kärnten im Vergleich zum Österreich-Schnitt verloren, Vorarlberg blieb unverändert. In allen Bundesländern gab es aber in absoluten Zahlen einen Zuwachs an Kaufkraft.

In Wien Kaufkraft am höchsten
Im Bundesländervergleich gibt es weiter in Wien mit 109,7 Prozent des Österreich-Schnitts die höchste Kaufkraft, dicht gefolgt vom Land Salzburg (108,7) sowie Vorarlberg (103,6) und Niederösterreich (101,9). Unter dem Österreich-Schnitt lagen 2007 wie auch 2006 Tirol (98,1), Oberösterreich (97,6), Burgenland (92,4), Steiermark (91,3) und Schlusslicht Kärnten (88,8).

Anders sieht es allerdings aus, wenn man die Landeshauptstädte vergleicht. Hier liegt Wien nur am siebenten Platz. Spitzenreiter ist die Stadt Salzburg mit 136,2 Prozent der durchschnittlichen österreichischen Kaufkraft, gefolgt von Eisenstadt (127,2), Graz (125,2), Linz (123,2), Innsbruck (119,2) und St. Pölten (111,9). Hinter Wien liegen Bregenz (104,8) und Klagenfurt (103,9), womit alle Landeshauptstädte bei der Kaufkraft über den Österreich-Schnitt liegen. Eisenstadt werde durch die Nähe zum Wiener Zentralraum, die verkehrsmäßige Erschließung der Region aber auch die Öffnung der Ostgrenzen begünstigt, so Makam Market Research. (APA/red)

8.1.2008 13:22