Ministergehalt keine Messlatte: Faymann verteidigt hohe Managergehälter bei der ÖBB
- Leistung muss allerdings stimmen und geprüft werden
- Bahnkunden und Steuerzahler müssen profitieren
·ÖBB-Reform schaffte neue "Gagenkaiser"
Manager staatsnaher Konzerne kassieren ab
·Einkommen in staats- nahen Unternehmen
GRAFIK: Jahresgagen der Top-Verdiener
Verkehrsminister Faymann hat die zuletzt vom Rechnungshof kritisierten hohen Managergehälter bei den Österreichischen Bundesbahnen verteidigt. Allerdings müsse die Leistung überprüft werden, die im Gegenzug dafür erbracht werde, sagte Faymann. Das Bundeskanzler- oder Ministergehalt seien nicht die Messlatte für die Gehälter der ÖBB-Manager.
Die Messlatte dafür sei vielmehr, "welche Leistung verlangt man in einem Betrieb von fünf Mrd. Euro Umsatz, was wird vergleichbar in der Privatwirtschaft bezahlt - und wird die Leistung genau so vorgegeben und genau so überprüft wie in der Privatwirtschaft", so Faymann im Ö1-Abendjournal. Wenn ja, dann sei er kein Freund von Neidkomplexen. Er schaue lieber ob die, die so viel verdienen, auch ihre Leistung erbringen.
Insgesamt gehe das darum, dass für den Bahnkunden was passiere, dass die Leute das Gefühl haben, die ÖBB werden reformiert und verbessert. Für den Steuerzahler müssten sich zudem im Vergleich zu den letzten Jahren Einsparungen, ein effizienteres Vorgehen und damit eine leistungsgerechtere Bahn ergeben.
"Wenn das erfüllt ist, bin ich auch mit hohen Gehältern zufrieden, ganz egal, ob die doppelt so hoch sind wie meines oder ihres", so Faymann. Wenn die Manager allerdings nicht die gewünschte Leistung erbringen würden, sei grundsätzlich ein Tausch besser als eine schlechtere Bezahlung, so der Verkehrsminister.
(apa/red)

