Keine Erfolge der ÖSV-Läufer in Wengen:
Die Österreicher reisen ohne Podestplatz ab
- Walchhofer um 0,04 Sek. am Abfahrts-Podest vorbei
- Maier mit seinem bestem Abfahrtsergebnis auf Head

·Bode zeigt uns wo der Hammer hängt
Miller fährt souverän zum
Wengen-Abfahrtstriumph
·IHRE MEINUNG: Ski-
Weltcup ist vorbei!
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Österreichs Ski-Herren haben das Lauberhorn erstmals seit 1994 ohne Podestplatz verlassen. Nach der Super-Kombi am Freitag und dem Slalom am Samstag schaffte es auch in der Abfahrt am Sonntag keiner aus der nur siebenköpfigen ÖSV-Rumpftruppe unter die Top-Drei. Michael Walchhofer schrammte als Vierter um 0,04 Sekunden am Stockerl vorbei, mit Andreas Buder (5.), Hermann Maier (9.) und Georg Streitberger (10.) schafften es immerhin drei weitere Österreicher in die Top-Ten.
Ein ganz neues Wengen-Gefühl erlebte Walchhofer, der bisher bei sechs Wengen-Starts drei Mal aufs Podest gefahren und drei Mal gestürzt war. Diesmal gab es keines von beiden. "Vierter ist besser als ein Sturz", resümierte der Salzburger. Den Podestplatz vergab Walchhofer ausgerechnet im Österreicher-Loch. "Da habe ich zwei, drei Zehntel liegen gelassen."
Eigentlich hätte Walchhofer ÖSV-Coach Andreas Evers zu dessen 40. Geburtstag am Sonntag einen Sieg schenken wollen. "Aber einen vierten Platz brauche ich ihm nicht schenken, da hat er keine rechte Freude damit."
Eine Versöhnung mit Wengen hat Buder gefeiert. Der Niederösterreicher, der sich wieder einmal als Nummer zwei der ÖSV-Abfahrer etablierte, hatte sich 2003 in Wengen einen Knorpelschaden im Knie zugezogen und war bis dato über Rang 21 nicht hinausgekommen. "Ich habe mich im Laufe der Jahre an diese Strecke herangepirscht. Schön langsam habe ich das Gefühl, dass sie mir taugt. Nicht nur auf dem Papier, auch in der Praxis."
Maier muss Krankheit abwehren
Maier legte trotz Problemen mit Neben- und Stirnhöhlen seine beste Abfahrtsleistung seit seinem Wechsel zu Head hin. "Die Strecke war im Vergleich zu den Trainings wahnsinnig langsam, aber die Fahrt war okay. Wir haben vom Material her wieder ein wenig Aggressivität weggenommen, der Weg stimmt sicher", ist der Salzburger zuversichtlich. Für Maier zählt nun, die sich anbahnende Krankheit vor dem Highlight in Kitzbühel abzufangen. "Ich muss schauen, dass es nicht ausbricht."
Streitberger zuversichtlich
Knapp an seinem besten Weltcup-Ergebnis in der Abfahrt (9. in Lake Louise 2007) schrammte Streitberger vorbei. "Die Startnummer 1 war überhaupt kein Nachteil, es war super zu fahren heute. Die Leistung war in Ordnung und gibt Zuversicht", meinte der Salzburger.
Für Klaus Kröll (16.) lief es im Vergleich zu den vielversprechenden Trainings nicht nach Wunsch. Der Steirer hatte nach den starken Schneefällen mit den deutlich veränderten Bedingungen Probleme. "Wenn es weicher ist, bin ich nicht so schnell, das war klar. Bei diesen Bedingungen fehlen uns noch die Erfahrungswerte", meinte der Salomon-Pilot.
Heimischer Meteorologe punktet
Ganze Arbeit leistete Robert Peter Hinteregger, der Chef-Meteorologe der Lauberhorn-Rennen. Die Veranstalter und der Internationale Skiverband FIS verließen sich beim Tausch Slalom/Abfahrt voll auf die Künste des "Legionärs" aus Österreich und lagen damit goldrichtig. Am Samstag wäre im dichten Schneefall an die Durchführung der Abfahrt nicht zu denken gewesen, am Sonntag gab es wie von Hinteregger vorausgesagt strahlenden Sonnenschein und fast schon kitschiges Winterwetter im Berner Oberland. Zumindest ein Österreicher durfte sich also am Sonntag als echter Sieger fühlen.
(apa/red)
