Alle jagen die RTL-Seriensiegerin Karbon:
Der Weltcup der Damen gastiert in Maribor
- Elisabeth Görgl ist reif für ersten Weltcup-Sieg
- Martina Geisler gibt im RTL ihr Weltcup-Debüt

·Denise Karbon ist im RTL nicht zu schlagen
Sieg auch in Tschechien. Görgl landet auf Platz 3
·Gesamtweltcup der Damen: Wer gewinnt?
UMFRAGE: Hosp, Schild
oder eine Überraschung?
Nach einem mannschaftlich sehr guten Ergebnis mit Platz drei durch Elisabeth Görgl und insgesamt fünf Läuferinnen in den Top Ten wollen sich die ÖSV-Damen im Weltcup-Riesentorlauf heute in Marburg (10:30/13:45 Uhr/live auf news.at) noch ein Stück weiter dem obersten Podestplatz annähern. "Görgl ist reif für den Sieg, aber gewinnen können auch die anderen Österreicherinnen. Es braucht nur eine 'mal zwei wirkliche Topläufe runterbringen", sagte ÖSV-Damenchef Herbert Mandl.
Erst am 4. Jänner wurde die Entscheidung getroffen, dass der Riesentorlauf erstmals in der Geschichte der "Golden Fox Trophy" auf der "Mariborski"-Slalompiste links neben der traditionellen RTL-Strecke stattfindet. "Dieser Kurs ist besser, er ist dynamischer, und der Touristenskilauf wird auch nicht gestört", sagte Rennchef Gorazd Bedrac. Trotz ungünstiger Wetterbedingungen mit wärmerer Luft, gelang es den Organisatoren, eine harte Piste hinzubekommen, bei der zwei Tage später stattfindenden Schneekontrolle bekamen sie vom Ski-Weltverband (FIS) grünes Licht für die Rennen.
Denise Karbon, die mit vier Siegen en suite in vier Bewerben die große Gejagte ist, nahm sich selbst ein bisschen aus der Favoritenrolle für den fünften Saison-RTL. "Es ist sehr flach, das liegt mir nicht so", meinte die Südtirolerin. Dazu Mandl: "Stimmt, je flacher, desto weniger kommt es ihr entgegen. Aber ist ist eine sehr harte Piste, das gleicht es wieder aus." Beim Riesentorlauf-Start wurden tagsüber zehn Grad plus gemessen, im Ziel sank das Quecksilber auf minus eins.
Mit dem Sieg in Spindlermühle hatte Karbon das geschafft, was ihrer Landsfrau Deborah Compagnoni 1997/1998 gelungen war - Riesentorlauf-Erfolge in den ersten vier Rennen eines Winters. Die Serie von Compagnoni begann übrigens bereits in der Saison davor, hielt von 17. Jänner 1997 bis 10. Jänner 1998 und neun Rennen lang (acht im Weltcup, einmal WM). Zuletzt fünf Riesentorläufe in Folge gewonnen hat die Schwedin Anja Pärson. Und zwar die vier letzten der Saison 2003/2004 und mit Sölden den Auftakt für den Winter 2004/2005.
Mit 21 Jahren ihr Debüt im alpinen Skiweltcup gibt Martina Geisler vom WSV Tux. Die Allrounderin wurde am Montag im Europacup-Riesentorlauf von Turnau Zweite. Ihr Talent hat die Tirolerin in der Vergangenheit schon öfter aufblitzen lassen, allerdings wurde sie Anfang Februar 2006 von einem Kreuzbandriss gestoppt. "Sie war ein vielversprechendes Riesentorlauf-Talent, als sie in den ÖSV gekommen ist, wurde dann aber von einer Verletzung zurückgeworfen. Sie soll jetzt einmal eine Chance im Weltcup bekommen", sagte Mandl.
Die Österreicherinnen haben sich in Dienten (Görgl, Marlies Schild) und in Lienz (die übrigen) auf Marburg vorbereitet. Riesentorlauf-Weltmeisterin Nicole Hosp ist immer noch ein wenig gehandicapt von ihrer Prellung im linken Fuß, die sie sich am 17. Dezember zugezogen hat. Hat es für die ÖSV-Damen zu einem RTL-Sieg in diesem Winter noch nicht gereicht, so brachten sie es immerhin schon auf drei Laufbestzeiten (Hosp in Panorama und Spindlermühle, Kathrin Zettel in Sölden).
ÖSV-Team Riesentorlauf für Marburg:
Eva-Maria Brem, Nicole Hosp, Andrea Fischbacher, Anna Fenninger, Martina Geisler, Elisabeth Görgl, Michaela Kirchgasser, Stefanie Köhle, Marlies Schild, Kathrin Zettel
(apa/red)
