Rätselraten bei Maier und Walchhofer:
Große Rückstände bei den Abfahrtsläufen
- Verpatzte Generalprobe auf Wengener Lauberhorn
- Abfahrts-Spezialisten verzichteten auf Kombi-Slalom

·Miller im Abschluss-
Training überragend
Zahlreiche Läufer ließen
in Wengen 3. Training aus
·GRAFIK: Die Weltcup-
Abfahrt in Wengen
Das Lauberhornrennen -
PLUS: Vorjahresergebnis
·Hahnenkammrennen in Kitzbühel gesichert
Diesmal ist auch genug Schnee für die Abfahrt da
·Weltcup-Resultate der Saison 2008/2009
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UMFRAGE: Svindal, Raich
oder eine Überraschung?
Nach den Trainings am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bot sich den Abfahrts-Assen am Freitag im Rahmen der Super-Kombi bereits die vierte Möglichkeit, die Lauberhorn-Strecke in den Griff zu bekommen. Eine Tatsache, die nicht unbedingt ein Vorteil sein muss. "Je öfter man fährt, umso schwieriger wird es, umso mehr verzettelt man sich", meinte Maier, der alle vier Trainingsmöglichkeiten nützte und in der Kombi-Abfahrt auf verkürzter Strecke als Elfter 1,84 Sekunden Rückstand auf den Schnellsten Didier Cuche hatte.
Noch schlechter lief es für Abfahrts-Weltcup-Leader Michael Walchhofer, der als 19. 2,24 Sek. Verspätung hatte. Walchhofer probierte ein aggressiveres Material und haute damit voll daneben. "Unglaublich, wie viel Zeit ich dadurch verloren haben", meinte der Salzburger, der nun aber zumindest weiß, welche "Latten" er am Sonntag nicht verwendet. Walchhofer tendiert zu seinem Atomic-Siegerski von Gröden.
Zudem hat die schwache Fahrt beim 32-Jährigen zu einer gewissen Wut im Bauch geführt. Für Walchhofer sind Bode Miller und der Schnellste Didier Cuche "die schärfsten Favoriten für Sonntag".
Maier rätselte ebenfalls. "Irgendwie geht zu wenig weiter. Es läuft zu wenig von selber. Ich muss mich extrem konzentrieren, damit ich Geschwindigkeit mache", erklärte der 35-Jährige, der eher pessimistisch ist. "Ob wir das beheben können, ist fraglich."
Angesichts des Sturzes von Christoph Dreier in der Schlüsselstelle Kernen-S, der Salzburger musste mit einer Knieverletzung per Helikopter abtransportiert werden, kritisierte Maier die "Materialrevolution" der FIS im vergangenen Sommer. Die niedrigeren Standhöhen seien mit schuld an der verheerenden Verletzungsbilanz der laufenden Saison. "Denn dadurch rutscht man leichter am Schuh aus und so kommt es zu den Stürzen. Aber das habe ich gleich befürchtet", betonte Maier.
Walchhofer und Maier nahmen den Kombi-Slalom ebenso wenig in Angriff wie die beiden Schnellsten Cuche und Marco Büchel. "Ich bin doch nicht lebensmüde", erklärte Büchel seinen Slalomverzicht. Zum schnellen Cuche meinte der Liechtensteiner: "Der Sack ist ganz schön stark." Cuche selbst zeigte sich hochzufrieden: "Das ist psychologisch sehr wichtig."
(apa/red)
