Svindal will im Jänner wieder Schifahren:
'Ich fahre jeden Tag Ski - leider nur im Kopf'
- Norweger verlor seit dem Sturz 15 Kilo Körpermasse
- Weltcupsieger von Renn-Training noch weit entfernt

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Aksel Lund Svindal hat seit seinem schweren Sturz am 27. November im Abfahrtstraining von Beaver Creek 15 kg Körpermasse verloren. "Aksel sieht jetzt wie ein 800-Meter-Läufer aus", meinte sein norwegischer Coach Marius Arnesen in Wengen über den amtierenden Gesamt-Weltcup-Sieger, der bis zum Unfall das wohl austrainierteste Muskelpaket im Weltcup-Zirkus war. Svindal befindet sich aber schon wieder am Anfang des mühsamen Wegs zurück, bereits Ende Jänner wird der 24-Jährige laut Arnesen wieder auf die Ski steigen. Höchstwahrscheinlich auf österreichischem Schnee.
Ski alpin: Svindal auf Weg zurück - Noch im Jänner erste Schwünge
"Allerdings nur zum Spaß, von einem Renntraining ist er noch sehr weit entfernt", so Arnesen. Auch wenn Svindal derzeit noch recht weit von einer Teilnahme am Weltcup entfernt ist und sich mit Spazierengehen zufrieden geben muss, den Fanatismus für seinen Sport hat er nicht im Geringsten verloren. "Ich fahre jeden Tag Ski. Aber leider nur im Kopf", meinte Svindal vor wenigen Tagen im norwegischen Fernsehen. "Ich weiß nicht, wann es passiert, aber ich werde in die Weltspitze zurückkehren", fügte der Doppel-Weltmeister 2007 hinzu.
"Aksel ist sehr motiviert", so Arnesen. An den ersten zehn Tagen nach dem Unfall hat Svindal zehn Kilo verloren, seitdem weitere fünf. Allerdings sei nun ein Punkt erreicht, an dem es für Svindal, der in seiner Heimat nahe Oslo weilt, wieder bergauf gehe. "Seit einigen Tagen lebt er wieder, jetzt geht der Weg los", so Arnesen, der seit 2005 Herren-Chef der Ski-"Elche" ist.
"Er konnte sich nicht bewegen, ist nur im Krankenhaus gelegen, konnte nichts essen und hat dadurch keine Energie aufgenommen", erklärte Arnesen den rapiden Gewichtsverlust von Svindal, der in den vergangenen zehn Jahren täglich zwei Trainingseinheiten absolviert hatte. Das Schlimme am Unfall war die tiefe Schnittwunde im Gesäßbereich. "Er hat sehr, sehr viel Blut verloren. Alleine das dauert Monate, bis er sich davon erholt hat."
Genau deswegen gibt es auch keinerlei zeitlich formulierte Comeback-Pläne. "Aksel wird wieder mit 100 Prozent Leistungsfähigkeit zurückkehren. Wie viele Tage, Wochen oder Monate das dauert, ist nicht interessant. Man muss Geduld haben." Extrem gefreut hat sich Svindal laut Arnesen über die tolle Unterstützung durch seine Kollegen. Viele Läufer schauten im Spital in Vail vorbei bzw. schickten Mails oder SMS-Nachrichten. "Das hat ihn sehr glücklich gemacht", so Arnesen über Norwegens Sportler des Jahres 2007.
(apa/red)
