Montag, 14. Jänner 2008

Schweres Lawinenunglück in Norditalien: Vier Tote und acht Verletzte nahe Brescia

  • Lawine begrub Menschen auf Motorschlitten unter sich
  • Schweiz: 12-jähriger Skifahrer stirbt unter Lawine

Nach dem schweren Lawinenunglück in der Nähe der norditalienischen Stadt Brescia ist die Zahl der Toten auf vier gestiegen. Ein schwer verletzter Mann sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Drei weitere Italiener waren kurz nach dem Unglück tot aus den Schneemassen geborgen worden.

Die Opfer stammten aus der Umgebung von Brescia und seien zwischen 25 und 37 Jahre alt, hieß es. Weitere sieben Italiener seien durch die Lawine verletzt worden, hieß es. Die Gruppe war auf dem Monte Maniva auf Motorschlitten unterwegs.

Weil es in Norditalien in den vergangenen Tagen stark geschneit hat, ist das Risiko von Lawinenabgängen in den dortigen Wintersportgebieten stark gestiegen.

Schweiz: 12-jähriger Skifahrer stirbt unter Lawine
Im Schweizer Skigebiet bei Klosters wurde ein zwölfjähriger Skifahrer von einer Lawine in den Tod gerissen. Er hatte gemeinsam mit seinen Eltern eine markierte und gesicherte Piste verlassen, wie die Rettungskräfte mitteilten. Der Bub geriet in eine Lawine von rund 200 Metern Länge und 80 Metern Breite, die ihn 100 Meter mitriss.

Die Rettungskräfte fanden den Verunglückten nach einer halben Stunde. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Das Kind lag einen halben Meter unter der Schneedecke. Am Wochenende wurden durch plötzlich vermehrt auftretende Lawinen in der Schweiz mehrere Wintersportler erfasst und verletzt. (APA/red)

14.1.2008 11:23