Tschechen-Premier im "profil"-Interview:
"Hoffe auf Renaissance der Kernenergie"
- Topolanek hält Hysterie um Temelin für künstlich
- Fordert Öffnung von Österreichs Arbeitsmarkt
·London gibt grünes Licht für neue AKWs
Für Minister "bewährte und sichere" Energie
·Künftig mehr Atom-
Infos aus Tschechien
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·Skandal? EU bewilligt
Ost-Atomkraftwerk
Bulgarien: Bau in Belene mit Euratom "vereinbar"
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" spricht sich der tschechische Premierminister Mirek Topolánek für eine "Renaissance der Kernenergie in ganz Europa" aus: "Ich hoffe, dass neue Reaktoren moderner Bauart nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern auch in anderen Ländern gebaut werden. Wenn Österreich beschlossen hat, keine Atomenergie zu erzeugen, dann ist das eure Entscheidung und euer Problem."
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gebe es jedoch "keine konkreten Vorhaben zum Bau oder Ausbau neuer Kernkraftwerke oder Reaktorblöcke in Tschechien", meint Topolanek, der eine Koalition mit Christdemokraten und Grünen leitet.
Das im Jahr 2000 unter EU-Vermittlung zwischen Wien und Prag ausgehandelte "Melker Abkommen", das eine Reihe von sicherheitstechnischen Verbesserungen für den tschechischen Atomreaktor in Temelin enthält, habe sich "politisch überlebt". - "Nach unserer Meinung ist das Melker Abkommen völkerrechtlich nicht verbindlich", erklärt Topolanek. An dessen Stelle solle ein neues "Informationsabkommen" treten: "Die Hysterie um das Kernkraftwerk in Temelin wird künstlich geschürt." Österreich solle sich eher um veraltete AKW in anderen Ländern sorgen. "Dort sind die Sicherheitsstandards wesentlich niedriger als bei uns."
Topolanek fordert auch eine Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes für Bürger aus den neuen EU-Ländern. "Für die tschechischen Bürger ist dies ein Signal, dass sie von Österreichern noch immer als Bürger der zweiten Kategorie wahrgenommen werden."
Mehr dazu lesen Sie im aktuellen "profil"!
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