Aufforderung von Bush bei Kuwait-Besuch:
Iran und Syrien sollen Terroristen stoppen
- Petraeus: Mehr Anschläge mit Iran-Sprengsätzen
- Entscheidung über Truppenabzug im Irak offen
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Streitpunkte zwischen Israelis & Palästinensern
US-Präsident George W. Bush hat den Iran erneut aufgefordert, die Unterstützung von Extremisten und Terroristen im Irak zu stoppen. Auch Syrien müsse den "Strom der Terroristen" in das Nachbarland unterbinden. Nach seinen Besuchen in Israel, Palästina und Kuwait ist Bush in Bahrain angekommen. In seinen Gesprächen mit König Hamad Bin Issa al-Khalifa werde es vor allem um das Vorantreiben des Nahost-Friedensprozesses und die Sicherheitslage am Persisch-Arabischen Golf gehen, sagte der US-Präsident bei seiner Ankunft in der Hauptstadt Manama. Am Samstagvormittag hatte er in Kuwait US-Truppen besucht.
Im Irak gebe es inzwischen deutliche Fortschritte bei der Stabilisierung des Landes, nachdem noch vor einem Jahr der "politische Kollaps" gedroht habe, sagte Bush in Kuwait. Dank der neuen US-Strategie sei die Gewalt im Irak "deutlich zurückgegangen". Zuvor hatte er sich von dem Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, General David Petraeus, und dem US-Botschafter in Bagdad, Ryan Crocker, über den neusten Stand der Lage informieren lassen. Petraeus berichtete vor Reportern in Camp Arifjan von einer starken Zunahmen von Anschlägen mit iranischen Sprengsätzen im Irak in den vergangenen Tagen.
Petraeus: Mehr Anschläge mit Iran-Sprengsätzen
Zwar sei der Zufluss von Waffen aus dem Iran insgesamt zurückgegangen, doch habe die Zahl der Anschläge mit Teheran zugeschriebenen EFPs um das Zwei- oder Dreifache zugenommen, sagte Petraeus. EFP ist die Abkürzung für "Explosively Formed Penetrator", ein militärischer Fachbegriff für Sprengsätze, die die Panzerung von Fahrzeugen durchdringen können. Solche Bomben haben den Tod von zahlreichen US-Soldaten verursacht. Die Ursache für die Zunahme sei noch nicht klar, so der General.
Die USA werfen der iranischen Führung vor, die Befriedungsbemühungen im Irak durch Waffenlieferungen an schiitische Milizen gezielt zu torpedieren. Schiitische Milizen wie die im Iran ausgebildete "Badr-Brigade" des in der irakischen Koalitionsregierung vertretenen "Obersten Islamischen Rates im Irak" (SIIC) (früher SCIRI) von Abdulaziz al-Hakim und die "Mahdi-Armee" des radikalen Predigers Muktada al-Sadr verüben systematisch Rachemorde an Sunniten. Diese stellten unter dem von der US-Armee gestürzten früheren Baath-Regime die Führungskaste, sie fühlen sich im Nachkriegs-Irak an den Rand gedrängt und sind einer der Hauptträger des Aufstands gegen die US-Armee.
Bush sprach in Kuwait mit dem Emir, Scheich Sabah al-Ahmed al-Jaber al-Sabah. In dem Golf-Emirat, das 1990 vom Irak überfallen worden war, sind 15.000 US-Soldaten stationiert, die die Truppen im Irak logistisch unterstützen. Weitere Stationen von Bushs Reise sind nach Bahrain die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Ägypten. Zuvor besuchte er Israel und Palästina. In Bahrain demonstrierten unterdessen rund 300 Menschen gegen den bevorstehenden Besuch von Bush. Die Demonstranten verbrannten am Freitag amerikanische und israelische Flaggen und riefen "Nieder mit Israel und Amerika!" sowie "Bush ist nicht willkommen!". In dem zum Königreich erhobenen früheren Emirat hat die 5. Flotte der US-Marine ihr Hauptquartier. Die Schiiten in Bahrain fühlen sich von der pro-westlichen sunnitischen Führungsschicht benachteiligt. In den vergangenen Jahren ist es immer wieder zu blutigen Unruhen gekommen.
(apa/red)
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