Mittwoch, 9. Jänner 2008

Keine Verhandlungen mit PKK im Nordirak: Politische Lösung schwierig, da Terroristen

  • Gül: Vor allem, da Gruppe von außerhalb agierten
  • Kurden kein Schwerpunkt der Gespräche mit Bush

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül hat Verhandlungen mit der vom Nordirak aus operierenden Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) ausgeschlossen. Eine Lösung der Krise mit den kurdischen Rebellen sei schwierig, da es sich bei ihnen um "Terroristen" handle, die von außerhalb der Türkei agierten, sagte Gül. Sein Land könne daher nicht von sich aus eine politische Lösung ermöglichen, betonte Gül.

"Wie kann man denn von einer politischen Lösung sprechen, wenn der terroristische Akt hauptsächlich von einem anderen Land aus verübt wird", sagte Gül. Die grenzüberschreitenden Operationen der türkischen Armee zur Bekämpfung der PKK hatten zu einem Zerwürfnis zwischen der nordirakischen Kurdenführung und den USA geführt. Der türkische Generalstabschef Yasar Büyükanit hatte nach den türkischen Luftangriffen von einem stillen Einverständnis Washingtons gesprochen. Die Türkei hat an der Grenze zu dem Nachbarland 100.000 Soldaten zusammengezogen.

Nach Güls Worten stand der Konflikt mit der PKK allerdings nicht auf der Tagesordnung seiner Gespräche mit Bush. Die Stützpunkte der PKK im Nachbarland dienen den Rebellen nach türkischer Darstellung als Rückzugsgebiet, um Anschläge in der Türkei zu verüben. Im Kampf der Kurden gegen Ankara starben seit 1984 mehr als 37.000 Menschen.

(apa/red)

9.1.2008 09:35