Nach Beinahe-Schusswechsel im Persischen
Golf: Bush wirft dem Iran Provokation vor
- US-Verteidigungsministerium hat Video präsentiert
- Iranische Kriegsboote bedrohten US-Kriegsschiffe
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Nach dem Beinahe-Schusswechsel zwischen iranischen Schnellbooten und Schiffen der US-Marine im Persischen Golf hat der amerikanische Präsident George W. Bush Teheran einen "provokativen Akt" vorgeworfen. "Es ist eine gefährliche Situation", erklärte Bush auf einer Pressekonferenz. "Sie hätten das nicht tun sollen, ganz einfach."
Das Verteidigungsministerium in Washington veröffentlichte ein Video des Zwischenfalls. Darauf ist zu sehen, wie iranische Schnellboote nahe an die US-Kriegsschiffe heranfahren. Eine Stimme droht den US-Soldaten, ihre Schiffe würden explodieren. Ein US-Seemann erklärt über Funk, man befinde sich auf einer Transitpassage und wolle niemanden verletzen. Schließlich warnt der Seemann die Iraner vor "defensiven Maßnahmen", sollten sie nicht abdrehen.
Das Außenministerium in Teheran hatte von einem Routinezwischenfall gesprochen. Die iranischen Soldaten hätten sich den US-Schiffen in der Straße von Hormus (Hormuz) so stark genähert, weil sie sie nicht erkannt hätten. Dies komme in der Meerenge jeden Tag vor, hieß es.
Weißes Haus spricht von "waghalsigem Verhalten"
Das Weiße Haus wies diese Darstellung klar zurück. Es habe sich keinesfalls um einen Routinezwischenfall gehandelt. "Das war kein normales Verhalten. Das war waghalsig", sagte Bushs Sprecherin Dana Perino. Schnellboote der Iranischen Revolutionswächter hätten die drei US-Schiffe in internationalen Gewässern provoziert, eingekreist und per Funk damit gedroht, die Boote in die Luft zu sprengen, wie die US-Streitkräfte schilderten.
"Das war die bisher schwerwiegendste Provokation dieser Art", hieß es dazu aus dem Verteidigungsministerium (Pentagon). Es habe nur deshalb keine Verletzten gegeben, weil die iranischen Schiffe noch rechtzeitig abgedreht hätten, bevor die Soldaten das Feuer eröffnet hätten. Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Die Verbindung ist weltweit eine der wichtigsten Seestraßen für den Ölexport. (apa/red)
