Gewaltspirale in Sri Lanka dreht sich weiter: Tödlicher Bombenanschlag auf Minister!
- Splittermine trifft Konvoi nahe Colombo-Flughafen

·Heftige Unruhen im Norden Sri Lankas
Waffenstillstand mit Tamilen aufgekündigt
·Sri Lanka: Attentat auf Oppositionschef
Regierungskritiker bei Gottesdienst erschossen
In Sri Lanka ist ein Regierungsmitglied bei einem Bombenanschlag getötet worden. D.M. Dassanayake, Minister für Aufbau und Entwicklung, starb laut dem behandelnden Arzt bei einer Operation an schweren Kopfverletzungen. Die Behörden hatten kurz zuvor mitgeteilt, auf das Fahrzeug des Ministers sei nahe der Hauptstadt Colombo ein Anschlag mit einer Straßenbombe verübt worden.
Bei dem Attentat wurden zehn weitere Menschen verletzt. In Militärkreisen wurde die tamilische Rebellenorganisation LTTE für das Attentat verantwortlich gemacht. Bei der Bombe handelte es sich laut Polizei um eine Splittermine, wie sie oft von der LTTE verwendet wird.
Die Lage in dem Land im Indischen Ozean hat sich zuletzt massiv verschärft, nachdem die Regierung ein 2002 in Kraft getretenes Waffenstillstandsabkommen aufgekündigt hatte.
Angesichts der jüngsten Entwicklung in Sri Lanka warnte die Europäische Union in einer Erklärung vor zunehmenden Menschenrechtsverletzungen. "Ohne das Waffenstillstandsabkommen sind die Aussichten, eine dauerhafte und friedliche Lösung für den Konflikt in Sri Lanka auszuhandeln weiter eingeschränkt", heißt es darin außerdem. (apa/red)
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