Dienstag, 8. Jänner 2008

Olmert & Abbas im Dialog für den Frieden: Umfassendes Abkommen wird verhandelt

  • Kernfragen: Jerusalem und jüdischer Siedlungsbau
  • Präsident Bush will Friedensbemühungen beleben

Ungeachtet der Differenzen beim Siedlungsbau wollen Israelis und Palästinenser über ein umfassendes Friedensabkommen verhandeln. Premier Olmert und Palästinenserpräsident Abbas vereinbarten laut israelischen Angaben Verhandlungen über Gespräche in allen Kernfragen. Die Einigung kam einen Tag vor dem Besuch von US-Präsident Bush zustande, der die Friedensbemühungen beleben will.

Die Gespräche würden rasch aufgenommen, sagte der israelische Regierungssprecher Regev nach dem Treffen von Olmert und Abbas. Von palästinensischer Seite gab es zu den Beratungen der beiden Politiker zunächst keine Stellungnahme. Bei den Kernfragen handelt es sich um die Grenzen eines künftigen Palästinenser-Staates, die Zukunft Jerusalems und das Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge.

Annapolis 2007
Die Friedensverhandlungen waren im November 2007 beim Nahost- Gipfel in Annapolis in den USA im Grundsatz vereinbart worden. Sie sind aber wegen des Streits über den Bau neuer israelischer Wohnungen im Großraum Jerusalem und die Sicherheitspolitik bisher nicht vorangekommen. Regev nannte die Sicherheit das Schlüsselproblem. Israel könne ein Sicherheitsvakuum nicht hinnehmen und verlange ein entschiedeneres Vorgehen der Palästinenser gegen militante Kräfte.

Proteste
In Gaza protestierten unterdessen hunderte Palästinenser gegen den bevorstehenden Bush-Besuch im Nahen Osten. Sie schwenkten Fotos des US-Staatschefs und des israelischen Regierungschefs Olmert, auf denen diese als "Terroristen" gebrandmarkt wurden.

(apa/red)

8.1.2008 19:18