Donnerstag, 10. Jänner 2008

Eiskletterer im Gesäuse tot geborgen: 24-
Jähriger bei 2. Suche leblos aufgefunden

  • Leobner war ungesichert auf Eisplatte ausgerutscht
  • Toter wurde mit Rettungshubschrauber C14 geborgen

Ein Eiskletterer, der im Gesäuse abgestürzt war, konnte nur noch tot geborgen werden. Der 24-jährige Steirer war gemeinsam mit zwei Begleitern beim Abstieg der Tour auf eine Eissäule am sogenannten Wasserfallweg verunglückt. Die beiden anderen Alpinisten konnten sich in Sicherheit bringen, eine sofort eingeleitete Suche musste nach Angaben der Polizei in der Nacht abgebrochen werden.

Das Trio hatte sich offenbar in der Zeit, die sie für die laut Bergrettungsdienst schwierige Tour benötigen würden, verschätzt. Als sie dies erkannten, waren sie beim Abstieg aus der Eissäule ausgestiegen und wollten über einen Wanderweg zu Tal gehen. Dabei ereignete sich das Unglück: Nicht mehr mit dem Seil gesichert, war der als erster gehende 24-jährige Leobner auf einer Eisplatte ausgerutscht und über eine Wand rund 150 Meter tief abgestürzt.

Die Kameraden, zwei Obersteirer im Alter von 28 und 34 Jahren, holten sofort Hilfe. Ein Suchtrupp von rund 50 Personen konnte den Verunglückten zunächst nicht finden, der Einsatz wurde nachts abgebrochen. Bei einer neuerlichen Suche entdeckte der Hubschrauber des ÖAMTC den Vermissten. Er wurde geborgen, doch die Notärztin konnte nur noch den Tod des jungen Mannes feststelle. Der 24-Jährige hatte bei dem Sturz schwerste Kopfverletzungen erlitten. (apa/red)

10.1.2008 12:47