Keine Einigung beim Sozialpartnergipfel: Gespräche über neue Lehrlingsförderung
- Weiteres Kernthema: Erwachsenen-Ausbildung
- Trotzdem Optimismus im Wirtschaftsministerium
Das Gipfelgespräch zwischen Regierung und Sozialpartner über die neue Lehrlingsförderung und eine Neuausrichtung bei der Erwachsenen-Ausbildung durch das Arbeitsmarktservice (AMS) brachte vorerst keine Einigung. Diese sei aber "in Reichweite", hieß es aus dem Wirtschaftsministerium.
Man habe "sehr gute Fortschritte erzielt", es seien aber noch einige finanzielle Fragen offen. Eine Einigung wird bei der Regierungsklausur am 10. und 11. Jänner erwartet. Wie berichtet soll bei der geplanten Lehrlingsförderung neu der "Blum-Bonus II" nicht mehr pauschal jährlich 1.000 Euro betragen, sondern entsprechend der monatlichen Lehrlingsentschädigung angepasst werden. Das würde bedeuten, dass Betriebe für "teure Lehrlinge" aus den Metallbereich höhere Prämien bekommen als andere. Zusätzlich zur Basisförderung soll die Förderung auch an Qualitätskriterien gekoppelt werden. Die Förderung erhalten sollen künftig Unternehmen, die neu beginnen auszubilden und Firmen, die nach einer Unterbrechung wieder ausbilden.
Erwachsenenausbildung
Weiters geht es um eine Neuausrichtung der AMS-Erwachsenenausbildung. Dabei fordert die Arbeitnehmerseite mehr Geld für bessere Facharbeiterausbildung. Damit soll die Ausbildung dem jeweiligen Bedarf gezielter angepasst werden.
Lehrlingsförderung
Für die Lehrlingsförderung gehen die Sozialpartner von Kosten von 161 Mio. Euro für heuer aus. Diese werden bis 2010 auf 330 Mio. Euro steigen. Bei der Erwachsenenausbildung sind 165 Mio. Euro jährlich vorgesehen, davon sollen 10 Mio. Euro auf den Kombilohn, 55 Mio. Euro für ältere Arbeitnehmer und 100 Mio. Euro auf die Verbesserung der Facharbeiterausbildung entfallen.
(apa/red)

