Dienstag, 8. Jänner 2008

Terror gegen UNO-City & EURO? Mohamed M. blüht nun Anklage durch Staatsanwalt

  • Soll Anschläge auf Ziele in Wien vorgehabt haben
  • Drohungen auch gegen deutsche Bundesregierung

Die Staatsanwaltschaft Wien hat gegen jenes Ehepaar, das im vergangenen September nach dem Auftauchen eines islamistischen Drohvideos als Terrorverdächtige festgenommen wurde, eine Anklageschrift eingebracht. Behördensprecher Gerhard Jarosch bestätigte einen entsprechenden Bericht. Die Anklage lautet auf versuchte Nötigung von Mitgliedern eines verfassungsmäßigen Vertretungskörpers bzw. einer Regierung, Bildung bzw. Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung sowie einer kriminellen Organisation sowie versuchte Nötigung nach §105 Strafgesetzbuch (StGB).

Der international vernetzte Mohamed M. (22) soll in Chats - vor allem in einem nichtöffentlichen Islamisten-Forum - unter anderem über Anschlagziele in Österreich gesprochen in diesem Zusammenhang die Wiener UNO-City, die OPEC-Zentrale, Veranstaltungsorte der EURO 2008 sowie namhafte Politiker erwähnt haben.

Die Drohungen richteten sich nicht nur gegen österreichische Institutionen, sondern auch die deutsche Bundesregierung. Seiner Frau wird vor allem vorgeworfen, Texte ins Deutsche übersetzt zu haben.

Die Anklage ist nicht rechtskräftig, ein Verhandlungstermin damit derzeit nicht absehbar. Der Verteidiger des Ehepaars hat vorerst zwei Wochen Zeit, dagegen Einspruch anzumelden, der vom Wiener Oberlandesgericht (OLG) behandelt werden müsste.

(apa/red)

8.1.2008 11:18