EU: Neuer Markt für Film und Musik im Web?
Kommission pusht einheitliche Regelung
- Öffentliche Befragung soll noch bis 29. Februar laufen
- Online-Inhalte für Konsumenten derzeit intransparent

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Kopierschutz für Filme und Musik erneut gehackt
Die EU-Kommission will einen gemeinsamen Markt für Online-Musik,- Filme und -Spiele in Europa schaffen. Derzeit würde dieser Wirtschaftssektor unter einer zersplitterten Regelung, mangelnden klaren und konsumentenfreundlichen Bestimmungen für die durch Copyright geschützten Inhalte leiden. Auch unter fundamentalen Meinungsverschiedenheiten der Industrie in Bezug auf Abgaben und Privatkopien sei die Branche beeinträchtigt, erklärte die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding in Brüssel.
Deshalb hat die EU-Behörde eine öffentliche Befragung zur Zukunft des europäischen Marktes für Online-Inhalte eingeleitet. Sie läuft bis 29. Februar. Mitte dieses Jahres will die Kommission dann eine Empfehlung für den Abbau der derzeitigen Markthindernissen abgeben.
Dabei solle folgende Fragen im Zentrum stehen: Der Zugang zu Online-Inhalten, grenzüberschreitende Lizenzen, die Kompatibilität von Software für die Rechteverwaltung von Musik und Filmen (Digital Rights Management) sowie der Schutz vor Piraterie. Die EU-Kommission strebe diesbezüglich einen Verhaltenskodex zwischen Providern, Eigentümern der betreffenden Rechte und Konsumenten an, erklärte die EU-Behörde am Donnerstag in einer Mitteilung. Rechtlich verbindliche Vorschläge sind darin nicht enthalten.
Nach einer Studie der EU-Kommission werden sich die Einnahmen aus dem Handel mit Online-Inhalten in der EU von 1,8 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf 8,3 Mrd. Euro im Jahr 2010 mehr als vervierfachen. "Wir müssen in Europa eine Entscheidung treffen", betonte Reding. "Wollen wir eine starke Musik-, Film und Spiele-Industrie? Dann sollten wir der Industrie Rechtssicherheit und den Schöpfern von Inhalten eine faire Bezahlung und den Konsumenten breiten Zugang zu einer reichen Auswahl an Online-Inhalten." (apa/red)
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