Sonntag, 6. Jänner 2008

Geldscheine zerinnen zwischen Händen:
"Brösel-Euros" tauchen in Deutschland auf

  • Unbekannter beträufelt Banknoten mit Schwefelsäure
  • Mehr als 4.400 Banknoten mit Geldfraß registriert

Rund eineinhalb Jahre nach dem ersten Auftauchen der "Brösel-Euros" kursieren Deutschland-weit noch immer einige Geldscheine, die bei Berührung zerfallen. Solche Scheine seien in den vergangenen Wochen noch vereinzelt aufgetaucht, sagte eine Sprecherin der deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main.

Dem Bericht des "Tagesspiegel" zufolge traf es erst vor wenigen Tagen eine Frau aus Berlin. Sie hatte im Supermarkt einen Zehn-Euro-Schein erhalten, der zu Hause dann in kleine Stücke auseinanderfiel. Der Berliner Polizei war dieser Fall nicht bekannt.

Die Ursache für die "Brösel-Euros" ist weiter unklar. Niemand weiß, wer oder was die Banknoten mit Schwefelsäure beträufelt hat, so dass die Scheine bei Berührung zerfallen. Mehr als 4.400 Banknoten mit Geldfraß hat die Notenbank Deutschland-weit seit Juni 2006 registriert. Der Normalbürger merkte von der "Geldfraß-Welle" allerdings kaum etwas: Von 82 Millionen Deutschen fanden etwa 325 Privatleute "Brösel-Euros" im Portemonnaie - die anderen derartigen Scheine wurden bei Banken oder Geldtransportunternehmen entdeckt.

(apa/red)

6.1.2008 20:24