Nach 8 Wochen Autoren-Streik: Erstmals
wieder aktuelle Shows im US-Fernsehen
- Talk-Star Letterman mit komplettem Team gestartet
- "Golden Globes"-Show könnte aber bestreikt werden

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Nach acht Wochen Zwangspause sind im US-Fernsehen die populären Late-Night-Shows erstmals wieder aktuell auf Sendung gegangen. Wegen des anhaltenden Streiks der Drehbuchautoren müssen die Talkmaster allerdings weiter ohne ihre Gagschreiber auskommen. Nur Starmoderator David Letterman, der seine Shows in einer eigenen Firma produziert, konnte dank einer Sonderregelung mit seiner vollen Truppe starten.
Die Übertragung der Golden-Globes-Gala am 13. Jänner bleibt aber weiter gefährdet. Die Autorengewerkschaft lehnte es laut "New York Times" ab, die Zeremonie zur Vergabe der renommierten Filmpreise von dem Streik auszunehmen. Durch den Arbeitskampf waren praktisch alle US-Talkshows seit dem 5. November lahmgelegt und hatten nur noch Konserven gesendet.
Die Moderatoren, die wieder auf Sendung gingen, machten durch die Bank ihre Solidarität mit den streikenden Drehbuchautoren deutlich. "Wir sind wieder zurück, aber leider ohne unsere Schreiber", sagte etwa Conan O'Brien im TV-Sender NBC. "Ich will ganz klar feststellen: Ich unterstütze ihr Anliegen." Sein Kollege Jay Leno berichtete, er versuche notgedrungen, seine Moderation selbst zu verfassen: "Ich schreibe Gags und wecke meine Frau mitten in der Nacht auf und sage: Liebling, ist das lustig?"
Letterman, der für seine respektlosen Fragen gegenüber Prominenten bekannt ist, begann seine Sendung auf CBS mit einem Spot der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton. "Dave ist wegen des Autorenstreiks acht lange Wochen nicht auf Sendung gewesen", frotzelte sie. "Heute Nacht ist er wieder da. Naja. Alle guten Dinge gehen einmal zu Ende."
Letterman hatte die Forderungen der Autorengewerkschaft akzeptiert, seine Firma kann die Schreiber deshalb wie gewohnt wieder beschäftigen. Der Verband der Film- und Fernsehproduzenten lehnt die Bedingungen dagegen nach wie vor ab. Die Autoren verlangen eine bessere Vergütung für die Weiterverwertung ihrer Arbeiten auf DVD und im Internet. (apa/red)

