850-Dollar-Marke überschritten: Goldpreis setzt seinen Höhenflug ungebremst fort
- Goldfixing in London lag bereits bei 865,35 US-Dollar
- Ölpreise und schwacher US-Konjunktur als Auslöser

·"Goldige" Aussichten im kommenden Jahr
Edelmetall mit großem Aufwärtspotenzial 2008
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Der Goldpreis hat seinen Höhenflug vorerst ungebremst fortgesetzt und beim Londoner-Goldfixing ein neues Rekordhoch erreicht. Das Vormittags-Fixing in London lag bei 865,35 US-Dollar (589,15 Euro) für eine Feinunze Gold und damit über dem bisherigen Rekordhoch aus dem Jahr 1980 von 850 US-Dollar.
Das zwei mal täglich ermittelte Gold-Fixing in London gilt als wichtige Referenzgröße für den Goldpreis. Gold notierte nun auch nur mehr knapp unter dem von Analysten genannten Intraday-Rekordhoch von 871 Dollar.
Experten nannten als Hintergrund für die Goldrally die jüngsten geolpolitischen Spannungen, die rasanten Anstiege der Ölpreise sowie schwache US-Konjunkturdaten und Verluste des US-Dollar. So hatte der US-Dollar nach einem überraschend schwach ausgefallenen ISM-Einkaufsmanagerindex in den USA stark nachgegeben.
Die Analysten der deutschen Commerzbank rechnen weiter mit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bei Gold. Als nächstes Zwischenziel sehen die Experten den letzten Intraday-Rekord bei 871 US-Dollar je Feinunze. "Auch Preise von 900 US-Dollar erscheinen angesichts des lehrbuchmäßigen Ausbruchs aus der Konsolidierungsformation nicht mehr unrealistisch", schreiben die Analysten.
"Anleger sollte beachten, dass heute genau wie 1980 geopolitische Risiken, ein schwacher US-Dollar sowie niedrige Realzinsen für den Anstieg des Goldpreises verantwortlich sind", so die Commerzbank. Genau wie damals könne es nun zu einer Beschleunigungsphase mit einer anschließenden Korrekturbewegung kommen, welche durch die geringe Größe der Anlageklasse Gold sowie der großen Anzahl technisch orientierter Käufer begründet sind. (apa)

