Mittwoch, 2. Jänner 2008

Trotz Ende der Pflege-Amnestie: Bisher
kaum Anmeldungen und Förderanträge

  • 342 Personenbetreuer meldeten freies Gewerbe an
  • Zahl an gemeldeten Angestellten ebenfalls gering

Die Zahl der Anmeldungen von bisher illegalen Kräften für die 24-Stunden-Betreuung Pflegebedürftiger daheim nimmt sich auch nach Auslaufen der Amnestieregelung mit Jahreswechsel bescheiden aus. Laut Wirtschaftskammer (WKÖ) haben mit Stichtag 2. Jänner 342 Personenbetreuer ein freies Gewerbe angemeldet. Verschwindend klein ist die Zahl der gemeldeten Angestellten sowie der Anträge auf Förderung.

In der Vorwoche lagen der Wirtschaftskammer 324 Anmeldungen vor, seitdem sind sie um 18 gewachsen. In der WKÖ gab man sich dennoch zufrieden: Der große Run werde erst kommen, hieß es. Diejenigen, die sich angemeldet haben, seien "sehr zufrieden". Verglichen mit der Zahl der in Österreich tätigen Betreuungskräfte nimmt sich jene der Anmeldungen ziemlich bescheiden aus: Laut Schätzungen dürften hierzulande zwischen 10.000 und 40.000 illegale Betreuungskräfte ihre Dienste verrichten.

Nimmt man die bereits als angestellt gemeldeten Kräfte mit in die Rechnung auf, verbessert sich das Bild nur marginal. Laut Ö1- "Mittagsjournal" sind etwa bei der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse derzeit 14 angestellte Pfleger gemeldet, im Burgenland fünf, in Salzburg zwei, in Vorarlberg nicht mehr als 20, in der Steiermark sind noch gar keine angestellten Pfleger für die 24 -Stunden-Betreuung daheim angemeldet.

Recht bescheiden ist auch die Zahl der Anträge auf Förderung der Betreuung daheim. Mit Stand 21. Dezember haben erst rund 100 Personen Förderungen bei den Bundessozialämtern beantragt, hieß es aus dem Sozialministerium. Der überwiegende Teil davon betrifft das Selbstständigen-Modell, sagte ein Pressesprecher von Sozialminister Buchinger (SPÖ). (apa)

2.1.2008 15:37