Mittwoch, 2. Jänner 2008

Arbeitsmarkt weiter im Aufwind: Zahl der Arbeitslosen in Österreich erneut gesunken

  • Mit 7,4 Prozent derzeit auf tiefstem Stand seit 2000
  • Auch Zahl der Schulungsteilnehmer zurückgegangen

Die Zahl der Arbeitslosen in Österreich ist zu Jahresende 2007 neuerlich deutlich zurückgegangen. Wie aus den vom Wirtschaftsministerium veröffentlichten Daten hervorgeht, sank die Zahl der vorgemerkten Jobsuchenden im Dezember gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,9 Prozent auf 265.306.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung ist im selben Zeitraum von 7,9 auf 7,4 Prozent zurückgegangen und hat damit den tiefsten Stand seit dem Jahr 2000 erreicht. Damals lag die Dezember-Arbeitslosenquote bei 6,5 Prozent. Nach Eurostat-Berechnung hat Österreich mit 4,3 Prozent die viertniedrigste Arbeitslosigkeit in der EU.

Auch die Zahl der Schulungsteilnehmer, die nicht in der Arbeitslosenstatistik erfasst werden, hat sich im letzten Monat des abgelaufenen Jahres neuerlich deutlich um über 11 Prozent auf 44.081 reduziert. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Österreich hat sich von Dezember 2006 auf Dezember 2007 um 1,6 Prozent auf 3,310.200 erhöht.

Die Daten über die Arbeitslosenzahlen im Gesamtjahr 2007 werden erst in den nächsten Tagen veröffentlicht. Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel hat zuletzt von einem Rückgang von 297.000 auf rund 280.000 Arbeitssuchenden im Jahresdurchschnitt gesprochen.

Besonders stark gesunken ist die Zahl der Arbeitssuchenden mit minus 7,1 Prozent in der Sachgütererzeugung. Auch im Handel und Tourismus haben deutlich weniger Leute - jeweils 5,7 Prozent - einen Job gesucht und im Bauwesen ist die Zahl der Jobsuchenden im Jahresvergleich um 3,7 Prozent zurückgegangen.

Vergleicht man November mit Dezember, hat sich die Zahl der Arbeitslosen saisonal bedingt leicht von 223.610 auf 265.306 erhöht. 2006 war allerdings der Anstieg von November auf Dezember noch deutlich stärker ausgefallen. Die Verweildauer hat sich im Dezember im Jahresabstand von 80 auf 78 Tage reduziert.

Größter Rückgang in Salzburg
Im Länder-Vergleich hat sich die Situation zuletzt am stärksten in Salzburg entspannt mit einem Rückgang der Dezember-Arbeitslosigkeit um 9,0 Prozent (-915), in Vorarlberg um 7,3 Prozent (-680), in Wien um 6,8 Prozent (-5.867), im Burgenland um 5,8 Prozent (-644), in Oberösterreich um 5,5 Prozent (-1.713), in Kärnten um 5,4 Prozent (-1.275), in Niederösterreich um 3,2 Prozent (-1.619) und in der Steiermark um 2,6 Prozent (-1.099). Lediglich in Tirol hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Dezember geringfügig um 0,1 Prozent erhöht.

Mehr Lehrlinge
Im Bereich der Jugendbeschäftigung hat das Wirtschaftsministerium unterdessen auch erste Schätzungen für das Gesamtjahr 2007 vorgelegt. Die Zahl der Lehrlinge ist demnach in Österreich im Vorjahr um 3,1 auf 129.900 gestiegen. Die Lehrstellenlücke - also die Differenz von Lehrstellensuchenden und offenen Lehrstellen - sei dadurch im Vorjahr von 2.489 auf 2.152 zurückgegangen, teilte das Wirtschaftsministerium weiter mit. Die Zahl der unselbstständig beschäftigten Jugendlichen insgesamt hat sich demnach im Jahresvergleich von 502.438 auf 510.300 erhöht, jene der arbeitslos vorgemerkten Jugendlichen in Summe ist von 38.095 auf 35.140 gesunken.

(apa/red)

2.1.2008 15:38