Die EURO ist noch nicht hier angekommen:
Zehn Prozent wissen nichts vom Großevent
- 17 Prozent glauben an Erfolg des heimischen Teams
- Staatssekretär Lopatka sieht Jugend im 'EURO-Fieber'
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'Die EURO ist endgültig in Österreich angekommen'
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Zehn Prozent der 12- bis 24-Jährigen wissen noch nichts von der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. 15 Prozent glauben "vielleicht" an gute Chancen der heimischen Mannschaft, zwei Prozent rechnen laut einer Umfrage des Marktforschers GfK fix mit einem Aufstieg ins Viertelfinale. Pessimistisch sehen die Großveranstaltung vor allem junge Wiener, von denen nur 33 Prozent mit positiven Auswirkungen für den heimischen Fußballsport rechnen. Optimistischer ist die Einstellung der Kärntner und Steirer: 47 Prozent glauben an erfreuliche Folgen.
Sportsstaatssekretär Reinhold Lopatka wähnt Österreichs Jugend dennoch bereits im "EURO-Fieber": 92 Prozent nannten die Europameisterschaft bei einer Umfrage im Dezember als Großveranstaltung in der Schweiz und in Österreich. Der Glaube an wirtschaftliche und touristische Erfolge überwiege, erklärte er in einer Pressekonferenz in Wien. Mehr als 90 Prozent hoffen auf positive Auswirkungen. Er rechne mit einem riesigen Fest, das besonders von der begeisterten Jugend getragen werde.
Lehrlinge sind pessimistischer
Unterschiedliche Einstellungen nach Alter oder Geschlecht wurden bei der Befragung im Auftrag des Sportsstaatssekretariats nicht festgestellt. Maturanten und Studenten hoffen im Zuge der EURO allerdings verstärkt auf positive Effekte (90 Prozent), bei den Lehrlingen glauben nur 72 Prozent daran. Bei jungen Frauen hat die Bekanntheit der EURO seit Juni 2007 besonders stark zugenommen.
Nicht sehr rosig sind die Hoffnungen der Zwölf- bis 24-Jährigen, wenn es um die Siegeschancen der österreichischen Fußballer geht. 33 Prozent gehen davon aus, dass Österreich sich nicht gegen Kroatien, Polen und Deutschland durchsetzen wird, 42 Prozent glauben "eher nicht" an einen Erfolg der heimischen Spieler. Kritisch sind hier besonders AHS-Absolventen, Lehrlinge glauben stärker an den Erfolg des heimischen Teams.
Sportliche Jugendliche freuen sich mehr
40 Prozent der 500 Befragten sind der Meinung, dass die heimischen Kicker nach der EURO besser spielen werden als zuvor, 26 Prozent glauben nicht an eine Qualitäts-Steigerung. Sportliche Jugendliche würden dem Großereignis insgesamt positiver entgegen sehen, so Lopatka. 50 Prozent erwarten gute Auswirkungen auf das Image der heimischen Sportler, nur 34 Prozent der Bewegungsmuffeln sind dieser Meinung.
Die positive Stimmung der Jugendlichen müsse nachhaltig genutzt werden, um mehr Jugendliche für Sport zu begeistern, betonte der Staatssekretär. Sämtliche Ballsportarten werden daher in einem Projekt vom Bund mit 500.000 Euro gefördert, auch eine Nachfolge für das Projekt "Challenge08" für den österreichischen Fußballnachwuchs soll es geben. Mit der Initiative "Schule & Sport" stünden 2008 zusätzlich 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen Angebote in Kindergärten und Schulen gestartet werden. (apa/red)
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