Frische Luft bringt den Sabres kein Glück:
Penguins gewinnen im Penalty-Shootout
- 71.217 Fans verfolgten "Winter Classic" Open Air
- "Eishockey ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt"

Die Buffalo Sabres des steirischen NHL-Exports Thomas Vanek haben im zweiten Freiluftspiel der Geschichte der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga gegen die Pittsburgh Penguins eine 1:2-Heimniederlage im Penaltyschießen erlitten. 71.217 verfolgten das "Winter Classic" im Ralph-Wilson- Stadium von Buffalo, wo normalerweise der Football-Club Buffalo Bills seine Heimspiele austrägt.
Vanek blieb ohne Tor- und Punkterfolg. Der Steirer stand 15:35 Minuten am Eis, gab drei Torschüsse ab und trat im Penaltyschießen nicht als Schütze an. Für die Sabres war es bereits die vierte Niederlage en suite, erst vor Kurzem hatte Buffalo gegen Pittsburgh auswärts 0:2 verloren.
Superstar Crosby entscheidend
Die Partie begann für die Gastgeber bei minus ein Grad Celsius und starkem Schneefall freilich denkbar schlecht. Bereits 21 Sekunden nach dem Anpfiff brachte Armstrong nach Vorlage von Superstar Sidney Crosby die Penguins mit 1:0 Führung, der Ausgleich durch Campbell fiel in der zweiten Minute des zweiten Spielabschnittes.
Weil im letzten Drittel kein Tor mehr fiel, ging die "Kälteschlacht" in die Verlängerung. Die Entscheidung musste schließlich im Penaltyschießen fallen, in dem Crosby den Sieg- Treffer zum 2:1 erzielte.
Positive Rückmeldungen
Trotz der widrigen Bedingungen vermochte das Freiluftspiel vor allem eines - Aufmerksamkeit erregen. Die 71.217 Fans bedeuteten einen Zuschauerrekord in der nordamerikanischen Profiliga. "Auf Basis der positiven Rückmeldungen und der Anfragen anderer Clubs könnte das etwas sein, was wir wieder machen", erklärte NHL-Commissioner Gary Bettman. Die meisten Spieler und Trainer stimmten ihm zu.
Die Eishockey-verrückte Stadt Buffalo erwies sich als gutes Pflaster für ein derartiges Experiment. Die Zuschauer waren immerhin bereit, im Schnitt mehr als 75 Dollar (50,9 Euro) für ihre Tickets zu bezahlen. Das zweite Freiluftspiel der NHL-Geschichte war im September bereits nach 30 Minuten ausverkauft gewesen. Den Durchblick zu wahren, war im Schneegestöber freilich für Fans wie Spieler nicht immer einfach.
Back to the roots
Zudem hatte die "Ice Bowl" wegen zahlreicher Spielunterbrechungen mehr als dreieinhalb Stunden gedauert. Im ersten Drittel musste wegen des starken Schneefalls immer wieder das Eis gesäubert werden, im Schlussdrittel beschäftigte ein Loch in der Oberfläche die Eisarbeiter. Doch die eindrucksvolle Stimmung sollte davon nicht getrübt werden. "Eishockey ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt", schwärmte Sabres-Coach Lindy Ruff.
Ottawa stolpert wieder
Die Washington Capitals haben zum zweiten Mal binnen vier Tagen über den Tabellenführer der Eastern Conference triumphiert. Die Capitals besiegten die Ottawa Senators zu Hause mit 6:3 und haben damit alle drei bisherigen Saisonduelle mit den Kanadiern gewonnen. Verteidiger Mike Green steuerte zwei Tore und ein Assist bei, Superstar Alexander Owetschkin kam auf zwei Vorlagen.
NHL-Ergebnisse:
Buffalo Sabres - Pittsburgh Penguins 1:2 n.P.
Washington Capitals - Ottawa Senators 6:3
Toronto Maple Leafs - Tampa Bay Lightning 4:3 n.P.
Los Angeles Kings Chicago - Blackhawks 9:2
(apa/red)
