Mittwoch, 2. Jänner 2008

Italiens Fiskus nimmt Star-Kicker ins Visier:
Clubs müssen alle Spielerverträge vorlegen

  • Will Steuerhinterziehung im Profi-Fußball eindämmen
  • Auch Sponsorenverträge werden in Zukunft geprüft

Der italienische Fiskus nimmt Fußball-Stars ins Visier. Bis zum 30. April werden die 134 italienischen Fußballclubs der ersten vier Ligen den Steuerbehörden die Verträge ihrer Kicker vorlegen müssen. Auch Sponsorenverträge werden künftig vom Fiskus überprüft, berichteten italienische Medien.

Wer die Verträge nicht vorlegt, muss mit Steuerkontrollen rechnen. Damit will die italienische Finanz das Problem der Steuerhinterziehung im Profi-Fußball bekämpfen. Außerdem wollen die Steuerbehörden die Position vieler Kicker der Drittligisten unter die Lupe nehmen, die von ihren Clubs oft schwarz bezahlt werden, um Steuern zu hinterziehen.

Zu den Sport-Superstars, die in den vergangenen Monaten ins Visier des italienischen Fiskus geraten sind, zählt auch der Motorrad-Serien-Champion Valentino Rossi. Die Steuerbehörden in Italien werfen ihm Steuerhinterziehung in Höhe von über 60 Millionen Euro im Zeitraum von 2000 bis 2004 vor. (apa/red)

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2.1.2008 13:05