Batterien wieder aufladen im 'Hotel Mama':
Schlierenzauer nach Sieg heim zur Familie
- Morgenstern trotz sechstem Rang weiter optimistisch
- Janne Ahonen nach verpasstem Triumph enttäuscht

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Gregor Schlierenzauer, der Sieger von Garmisch-Partenkirchen, wird den einzigen "Ruhetag" der 56. Vierschanzen-Tournee bei seiner Familie verbringen. Der 17-Jährige fuhr noch am Abend des Neujahrstages heim ins "Hotel Mama" in Fulpmes. "Dort werde ich die Batterien wieder aufladen", sagte der Tournee-Spitzenreiter.
Der Kärntner Thomas Morgenstern verbringt den freien Tag hingegen in Tirol und wird versuchen, für den Innsbruck-Bewerb wieder seine besten Sprünge zu finden. "Auf der Innsbrucker Schanze habe ich immer ein sehr gutes Gefühl", sagte der aktuelle Tournee-Zweite.
"Schade, dass mein Vorsprung geschmolzen ist", meinte Morgenstern, der als Zweiter 3,2 Punkte Rückstand auf Schlierenzauer hat, nachdem er zuvor mit 15,2 Zählern geführt hatte. "Mit dem zweiten Sprung war ich sehr zufrieden, aber dann ist teilweise Aufwind gekommen und da hatte ich keine Chance."
Haltungsnoten entscheidend
Auch Ahonen war trotz Platz zwei etwas enttäuscht. "Weil ich die Chance hatte, zu gewinnen. Aber ein zweiter Platz bei der Tournee ist auch nicht schlecht", sagte der Finne, der seinen 33. Weltcupsieg, den achten bei der Tournee, knapp verpasste. Wegen der im Vergleich zu Schlierenzauer geringeren Haltungsnoten bei der um einen Meter größeren Gesamtweite. Denn Schlierenzauer setzte bei unglaublichen 141,0 Metern (5,5 m über dem bisherigen Rekord) einen sauberen Telemark und erhielt für den einzigen Flug über die Hillsize (140 m) die beste Haltungsnote des Tages.
Der Teenager beeindruckte damit auch seinen Trainer Alexander Pointner. "Das war ein Sprung der Extraklasse mit einem schönen Telemark. Da gehört viel dazu, so zu kontern." Der Coach zeigte auch vor Morgenstern, der sich mit dem neuen Bakken nicht perfekt anfreunden konnte, Respekt. "Ihm ist in Garmisch kein richtig guter Sprung gelungen, er musste improvisieren und hat das Beste daraus gemacht." (apa/red)
