Die Slalomkönigin schlägt wieder zurück:
Marlies Schild gewinnt in Spindlermühle
- Nicole Hosp und Lindsay Vonn knapp ausgeschieden
- Riesch überraschend Anwärterin auf Gesamtweltcup

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oder eine Überraschung?
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Sieg auch in Tschechien. Görgl landet auf Platz 3
Marlies Schild ist beim Weltcup-Slalom in Spindlermühle mit einem Sieg aus der Krise gefahren. Die 26-jährige Salzburgerin gewann nach Platz zwei zur Halbzeit und mit Laufbestzeit im Finale vor der Slowakin Veronika Zuzulova (+0,32 Sek.) und der halbzeitführenden Deutschen Maria Riesch (1,18). Für die Disziplinsiegerin der Vorsaison war es der dritte Slalomerfolg im Winter nach Reiteralm und Panorama, der 16. ihrer Karriere und der insgesamt 18. Weltcupsieg.
Im Gesamtweltcup behauptete Nicole Hosp die Führung, die Siebente nach dem ersten Durchgang schied im Finale aus, nach ihr erwischte es aber auch die US-Amerikanerin Lindsey Vonn, die überraschend Halbzeit-Fünfte gewesen war. Hosp hält nach wie vor bei bei 559 Zählern, gefolgt von Riesch (525), Julia Mancuso (USA/505), Vonn (504) und Schild (490), die wieder Anschluss fand. Im Slalom-Weltcup kam Schild ihrer führenden Teamkollegin bis auf fünf Punkte nahe.
Im Slalom aus der Krise gefahren
Schild war zuvor nach dem Ausfall im Riesentorlauf verzweifelt gewesen ("Es ist wie verhext derzeit. Dabei läuft es im Training so gewaltig"), und auch für den Slalom lastete ihr die Hypothek von zuletzt drei Nullnummern (neben den Spezialslaloms in Aspen und Lienz auch eine im Kombislalom von St. Anton) auf den Schultern. Doch die Vizeweltmeisterin, die bei ihren Ausfällen stets superschnell unterwegs gewesen war, brachte endlich wieder ein Rennen ins Ziel. Von Zurückhaltung aber keine Spur, wie Laufbestzeit im Finale bei leichtem Schneefall bewies.
"Es war sehr schön, wieder zur Siegerehrung gehen zu dürfen, in den letzten Wochen ist es ja nicht so gut gelaufen, das war echt super heute", atmete Schild durch und gestand: "Das war ein wichtiger Sieg, ich habe gesehen, dass ich es noch kann, das gibt mir Auftrieb." Die Salzburgerin zog in der ewigen Slalom-Bestenliste mit dem Luxemburger Marc Girardelli gleich, in der Damenwertung ist sie nun alleinige Fünfte hinter Vreni Schneider (SUI/34), Erika Hess (SUI/21), Janica Kostelic (CRO/20) und Anja Pärson (SWE/18).
Von den acht ÖSV-Damen hatten es nur vier ins Finale der Top 30 geschafft. Elisabeth Görgl verpasste als 39. die Teilnahme am zweiten Durchgang ebenso wie Eva-Maria Brem als 46., Michaela Kirchgasser und Katrin Triendl schieden aus. So war Kathrin Zettel als Zehnte die zweitbeste ÖSV-Läuferin (+2,77), Simone Streng wurde 24. (4,78). "Ich werde auf diesem Ergebnis aufbauen. Im Steilen hatte ich Probleme, da bin ich zu tief mit dem Hintern, das muss ich korrigieren und wieder couragiert fahren", sagte die Niederösterreicherin Zettel.
Deutsche Riesch: "Wenn's laft, dann laft's"
Der DSV hatte das Rekordergebnis von sieben Damen in die Wertung gebracht, die vielseitige Riesch entwickelt sich zur ernsthaften Mitfavoritin auf den Gesamtweltcup: "Im Slalom ist es so: 'Wenn's laft, dann laft's.' Es macht viel im Kopf aus. Ich hatte anfangs solide Ergebnisse, durch die habe ich Sicherheit bekommen", erklärte die Drittplatzierte. (apa/red)
