Schweine, Prärie und Deutsche: "Primary"- Starter Iowa ist ansonsten wenig bedeutend
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In der Regel nur alle vier Jahre schafft Iowa den Sprung in die Schlagzeilen: In diesem US-Bundesstaat beginnen traditionell die Vorwahlen der Parteien zur Nominierung ihrer Präsidentschaftskandidaten, was ihm in Wahljahren ein unverhältnismäßig großes politisches Gewicht verleiht. Nur 2,9 Millionen Menschen leben in Iowa, weniger als ein Prozent der US-Bevölkerung. Der abgelegene Staat im Herzen Amerikas ist in keiner Hinsicht repräsentativ für den Vielvölkerstaat USA: 95 Prozent der Einwohner sind Weiße, mehr als ein Viertel stammt von deutschen Auswanderern ab. Deutsche Orts- und Familiennamen sind überall präsent.
Iowas Wirtschaft ist vom Agrarsektor geprägt. In dem Staat wachsen ein Fünftel der US-Maisernte und ein Sechstel der Sojaproduktion. In den Ställen Iowas wachsen geschätzte 16 Millionen Schweine zur Schlachtreife heran. Iowa misst 144.000 Quadratkilometer, die sich zwischen dem Mississippi im Osten und dem Missouri im Westen erstrecken. Das Gebiet zählt zur großen Prärie im Mittleren Westen der USA, es ist weitgehend flach und nur sehr dünn besiedelt.
Kritiker bemängeln seit langem, dass Iowa seinen großen Einfluss auf die Kandidaten-Auslese nicht verdiene, weil es nicht einmal annähernd die Bevölkerung und die Wirtschaft der Gesamt-USA widerspiegele. Der Staat hält aber zäh an seiner Vorreiterrolle fest: Versuche anderer Staaten, ihm diese Rolle zu nehmen, konterte Iowa kürzlich mit dem Vorziehen seiner Abstimmung auf den 3. Jänner. Wenn es um Wahlen geht, will Iowa unter den 50 US-Bundesstaaten unbedingt der erste bleiben.
(apa/red)
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