Führender Oppositionspolitiker in Sri Lanka erschossen: Regierungspolitik kritisiert
- Wurde während des Neujahrsgottesdienstes getötet
- Mehr als 5700 Menschen starben in letzten 2 Jahren
·Sri Lanka: Tödlicher Anschlag auf Minister!
Splittermine trifft Konvoi nahe Colombo-Flughafen
·Heftige Unruhen im Norden Sri Lankas
Waffenstillstand mit Tamilen aufgekündigt
·Sri Lanka: Attentat auf Oppositionschef
Regierungskritiker bei Gottesdienst erschossen
Ein führender tamilischer Oppositionspolitiker ist in Sri Lanka während des Neujahrsgottesdienstes einem Attentat zum Opfer gefallen. Der ermordete Thyagaraja Maheshwaran gehörte der konservativen Vereinten Nationalpartei (UNP) an und hatte sich wiederholt kritisch über die Linie der Regierung zur Frage der tamilischen Minderheit geäußert.
Maheswaran hatte paramilitärischen Regierungseinheiten in einem Fernsehinterview Entführungen, Erpressungen und Morde von Tamilen auf der nördlichen Halbinsel Jaffna vorgeworfen und die Bekanntgabe von Namen angekündigt.
Einer seiner Leibwächter sei bei dem Gottesdienst in einem Hindu-Schrein in der Hauptstadt Colombo ebenfalls tödlich getroffen, teilte die Polizei mit. Weitere elf Gläubige wurden verletzt.
Die Polizei nahm den mutmaßlichen Attentäter fest. Die Regierung hatte vor kurzem die Zahl der Leibwächter des Oppositionspolitikers drastisch reduziert.
In der tamilisch dominierten Region im Osten und Norden des südasiatischen Inselstaates kämpfen Rebellen für eine Unabhängigkeit. Die Regierung in Colombo will eine Teilung des mehrheitlich von Singhalesen bewohnten Landes verhindern. Allein in den vergangenen zwei Jahren starben bei den Kämpfen mehr als 5700 Menschen. Tamilen sind vor allem Hindus und Christen, Singhalesen meist Buddhisten.
(apa/red)
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