Zwist um Aufteilung der Asylwerber: Wien, Ober- und Niederösterreich tragen Hauptlast
- Kärnten und Tirol sind bei Quoten besonders säumig
- Wien: 6.000 in Grundversorgung - Kärnten: Nur 726

·Platter warnt vor
"Übertreibungen"
Keine Beunruhigung
über Asylwerberandrang
·Österreich: Zahl der Asylanträge rückläufig
Gegenüber 2006 ein
Minus von zwölf Prozent
Mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen in Traiskirchen ist wieder einmal die Debatte entbrannt, ob eine gerechte Aufteilung der Asylwerber in Österreich stattfindet. Sieht man die aktuellen Zahlen (Stand 2. Jänner) an, stellt sich heraus, dass nur Wien, Ober- und Niederösterreich die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Quoten erfüllen. Besonders säumig sind Kärnten und Tirol.
In Wien werden derzeit 6.169 Personen in der sogenannten Grundversorgung untergebracht, die neben Unterkunft auch Mahlzeiten und ein kleines Taschengeld umfasst. Das sind 1.423 mehr, als die Bundeshauptstadt verpflichtet wäre oder eine Zielerfüllung von 130 Prozent. Oberösterreich, das wie Niederösterreich über ein Erstaufnahmezentrum verfügt, liegt mit 4.688 Personen ebenfalls deutlich über der geforderten Quote (111,2 Prozent). Schließlich versorgt auch Niederösterreich 130 Flüchtlinge mehr, als es die Bund/Länder-Vereinbarung vorsieht (102,8 Prozent).
Um nur 15 Personen verfehlt das Burgenland das Quotenziel (98,3 Prozent), ebenfalls recht knapp dran ist Vorarlberg mit einer Quotenerfüllung von 94,7 Prozent (57 Personen zu wenig). Schon ein wenig deutlicher daneben liegen die SP-regierten Bundesländer Steiermark mit einem Minus von 435 Personen (88 Prozent) und Salzburg mit einem Minus von 195 Personen (87,6 Prozent). Säumig ist auch Tirol, das 599 Asylwerber mehr versorgen müsste und damit nur 71 Prozent der geforderten Quote einbringt. Ganz übel sieht es im BZÖ- regierten Kärnten aus, wo 726 Personen mehr versorgt werden müssten. Die Quote ist also nur zu 57,6 Prozent erfüllt. (apa)
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