Traurige Bilanz auf Österreichs Bergen: Vier Wintersportler durch Lawinen getötet
- NÖ: Snowboarder aus Bezirk Tulln kam ums Leben
- Tirol: Leiche eines deutschen Tourengehers entdeckt
·NÖ: Lawinenabgang fordert ein Todesopfer
Snowboarder kam abseits der Piste ums Leben
·Hintergrund: So entstehen Lawinen
Treffen oft Tourengeher und Tiefschneefahrer
In Österreich sind am Wochenende vier Menschen durch Lawinen getötet worden. Bei den Opfern handelt es sich um drei Skitourengeher und einen Snowboarder. Die Lawinenwarndienste hatten zuvor ausdrücklich auf die Gefahren hingewiesen. Unter anderem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass schon das Gewicht einer einzigen Person bei Hangneigungen von 35 Grad Schneebretter auslösen können.
Eine 33-jährige Italienerin ist bei einem Lawinenabgang in Großarl im Pongau ums Leben gekommen. Das Schnettbrett war am Osthang des "Filzmooshörndls" (2.100 Meter Seehöhe) abgegangen. Der Partner der Skitourengeherin konnte die Verschüttete mit seinem Lawinenpieps orten und ausgraben, doch die 33-Jährige war bereits tot.
NÖ: Snowboarder kam ums Leben
Zuvor wurde ein 31-jähriger Snowboarder aus dem Bezirk Tulln in Niederösterreich auf der Gemeindealpe (Bezirk Lilienfeld) von einem Schneebrett mitgerissen, das er und ein weiterer Snowboarder ausgelöst hatten. Der zweite Sportler konnte sich selbst aus den Schneemassen befreien.
Steiermark: 41-Grazer verstorben
Ein 41 Jahre alter Tourengeher aus Graz, der als Mitglied einer vierköpfigen Gruppe in der Kerschkernrinne (Bezirk Judenburg) in der Steiermark von einem Schneebrett mitgerissen wurde, ist nach im Unfallkrankenhaus Salzburg gestorben. Die drei weiteren Verschütteten - die Freundin des Opfers und ein befreundetes Paar - konnten sich aus eigener Kraft befreien. Der Grazer hatte zwar einen Lawinenpieps bei sich, der allerdings nicht funktionierte. Die Bergrettung konnte den 41-Jährigen erst nach zwei Stunden mit Sonden lokalisieren.
Tirol: Leiche eines deutschen Tourengehers entdeckt
Bei Vils im Tiroler Außerfern wurde die Leiche eines deutschen Tourengehers geborgen, der vermutlich am Samstag von einer Lawine getötet worden war. Das Unglück ereignete sich in einer Rinne im Gebiet der Großen Schlicke.
Mehrere Tote in Vorarlberg
In Mellau in Vorarlberg wurde der Leiter der örtlichen Bergrettung tot aus einer Lawine geborgen. 120 Mann hatten nach ihm gesucht. Der 51-Jährige wurde in einer Tiefe von zwei Metern geortet. In dieser Nacht mussten in Vorarlberg fünf weitere Lawinenopfer im Freien biwakieren, nachdem ein Kollege von ihnen im Bereich der Weißplatte bei Schruns per Hubschrauber geborgen worden war. Wegen eins Föhnsturms konnten die übrigen nicht mehr ausgeflogen werden.
Am 4. Jänner war in Vorarlberg ein 32-jähriger einheimischer Tourengeher bei Dornbirn in einer Lawine ums Leben gekommen. Tags zuvor waren durch Lawinen in Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich drei Menschen getötet worden.
(apa/red)
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