Freitag, 4. Jänner 2008

Vandalen verwüsten Zentralfriedhof in Wien: Insgesamt wurden 101 Gräber geschändet

  • Laut Polizei keine Hinweise auf ein politisches Motiv
  • Bisher gibt es keine konkreten Spuren zu den Tätern

Vandalen haben auf dem Wiener Zentralfriedhof gewütet. Laut Oberst Alois Pommer vom Kriminalkommissariat Süd (KK Süd) dürften der oder die Täter über das geschlossene Tor 1 geklettert sein. Von dort zogen sie eine Spur der Verwüstung in Richtung Tor 2. 101 Gräber wurden geschändet, davon 25 im jüdischen Teil des Friedhofs.

Laut Pommer gab es keine sichtbaren Hinweise auf ein politisches Motiv. "Angeschmiert war nichts", sagte der Beamte. Grabsteine wurden umgeworfen, bei manchen der Ruhestätten blieb es allerdings beim Versuch. Auch einige Eisenkreuze wurden umgebogen, außerdem bearbeiteten die Täter Laternen. Nach einem bestimmten Muster dürften sie dabei nicht vorgegangen sein.

Die Friedhofsverwaltung alamierte die Exekutive. Spuren fanden sich laut Pommer kaum. Außer ein paar Fußabdrücken gab es nichts zu entdecken. Die Ermittler hoffen noch ein paar DNA-Hinweise zu finden. Zeugen fanden sich bisher nicht. Hinweise erbittet die Polizei an den Journaldienst des Kriminalkommissariats Süd unter der Telefonnummer (01) 31310/57800 DW.

(apa/red)

4.1.2008 15:37