Freitag, 4. Jänner 2008

Lawinen fordern im Westen 4 Todesopfer: 19-jährige Wienerin kam in OÖ ums Leben

  • Am Gennerhorn starb ein Bayer unter Schneebrett
  • Deutscher im Kleinwalsertal von Lawine verschüttet

Im Westen Österreichs sind vier Menschen bei Lawinenabgängen ums Leben gekommen. Am Krippenstein in Oberösterreich wurden drei Personen verschüttet, für eine 19-Jährige aus Wien kam jede Hilfe zu spät. Am Gennerhorn im Salzburger Flachgau starb ein Bayer durch ein Schneebrett, das er selbst losgetreten hatte. Sein Begleiter konnte ihn in der Dunkelheit nicht mehr finden. Ein 63-jähriger Mann aus dem Allgäu ist bei Mittelberg (Kleinwalsertal) von einer Lawine verschüttet worden.

In Gargellen (Vorarlberg) wurde ein Tourengeher vor den Augen seiner Familie von einem Schneebrett erfasst.

Ein 63-jähriger Mann aus dem Allgäu ist bei Mittelberg (Kleinwalsertal) von einer Lawine verschüttet worden. Er war mit einer neunköpfigen Gruppe im freien Skiraum im Bereich der Güntlespitze unterwegs. Der Deutsche fuhr als Dritter in einen Osthang ein, als sich das Schneebrett löste. Der Mann wurde etwa 30 bis 50 Meter mitgerissen und bis zum Hals von den Schneemassen begraben, informierte die Polizei Kleinwalsertal.

Der Verletzte konnte von seinen Begleitern und den Mitgliedern einer zweiten Skigruppe rasch geborgen werden. Er wurde laut Polizeiangaben in eine Klinik in Kempten (Bayern) geflogen.

In Vorarlberg herrscht derzeit Lawinenwarnstufe 3. Der Föhnwind habe zu einem Temperaturanstieg geführt, zudem seien die Triebschneepakete sehr störanfällig, hieß es in dem Bericht der Vorarlberger Landeswarnzentrale. Unerfahrene sollten daher gesicherte Pisten nicht verlassen, so die Empfehlung.

(apa/red)

4.1.2008 16:01