"Dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!": Grüne wagen neuen Vorstoß zu Öl und Gas
- Van der Bellen wies auf Importabhängigkeit hin
- Wollen bis 2020 auf erneuerbare Energie umstellen
·100-Dollar-Ölpreis als Konjunkturbremse
Rekord-Werte stoppen das Wirtschaftswachstum
·So können auch Sie viel Sprit einsparen
Den Treibstoffverbrauch optimieren & Geld sparen
·TANKEN: Hier finden Sie den billigsten Sprit
Die günstigsten Tank- stellen auf einen Blick

Das Rekordhoch beim Ölpreis motiviert die Grünen zu einem neuen Vorstoß in Sachen Energiewende: "Wer heute noch auf Öl und Gas setzt, dem ist wirklich nicht zu helfen", so Parteichef Van der Bellen. Er plädierte einmal mehr dafür, bis 2020 den Strom komplett auf erneuerbare Energien umzustellen und bis 2030 Öl und Gas durch Wärmedämmung und Passivhaus-Standards aus den Heizungen zu verbannen.
Van der Bellen wies darauf hin, dass die Importabhängigkeit bei Gas und Strom enorm sei. Bei Erdgas sei Österreich zu 80 Prozent auf Einfuhren angewiesen, bei Erdöl sogar zu 93 Prozent. Die Kosten für die Energieimporte hätten sich zwischen 2002 und 2005 verdreifacht.
Damit einher gehe eine zusätzliche Belastung für die Haushalte, weshalb der Grünen-Chef neben dem Wirtschafts- und dem Umweltminister zunehmend auch den Sozialminister gefordert sieht, umso mehr als hier mittlerweile eine Armutsfalle bis in den Mittelstand hinein lauere. Zur Illustration rechnete Van der Bellen einige Beispiele vor. So hätten sich etwa die Energiekosten für eine Vater/Mutter/Kind -Familie mit einer 90 Quadratmeter-Altbauwohnung und einem Benzin-Pkw zwischen 2004 und 2007 um 542 Euro erhöht. Und selbst bei einer alleinstehenden Person ohne Auto mit einer Substandardwohnung sei ein jährlicher Anstieg von 173 Euro zu verzeichnen gewesen.
Allein das müsste die Politik motivieren, entsprechende Maßnahmen zu setzen, findet Van der Bellen. Dies gelte umso mehr, als mit dem Fokus auf erneuerbare Energien bzw. Wärmedämmung auch tausende Arbeitsplätze geschafft werden könnten. Zusätzlich würden die Geldbörsen der Österreicher geschont und es werde vor dem Klimawandel geschützt. Fürs Erste werde man aber wohl noch auf einen höheren Heizkostenzuschuss setzen müssen, konzedierte der Bundessprecher.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
