Einzelkämpfer Erwin Pröll im Wahlkampf:
Koalitionsattacken sollen Absolute sichern
- Gusenbauer, Buchinger und Fischer als "Reibebäume"
- NEWS: Akzeptiert nur Platter und Molterer neben sich
·NEWS: LH Pröll über Murks in der Koalition
"Sorgen der Menschen sind für SPÖ unwichtig"
·FORMAT: Ausweitung der K(r)ampfzone '08
Ein Jahr Große Koalition: Keine Besserung in Sicht
·Ein Jahr is' rum: Rot- Schwarz im Dilemma
Österreicher mit großer Koalition kaum zufrieden
·Parteien beschießen sich vor Jahresende
ÖVP warnt vor Chaos in Pflege, FPÖ vor EU-Diktat
·IHRE MEINUNG zur anstehenden Wahl!
Wen werden Sie am 28. September 2008 wählen?
"Rundum ist alles rot. Bundespräsident, Kanzler, Nationalratspräsident, ORF, Burgenland, Wien, Steiermark. Das Einzige, was der SPÖ im strategischen Netzwerk noch fehlt, ist Niederösterreich!" Womit die Wahlkampfrichtung für Landeshauptmann Erwin Pröll klar ist. Wann immer Niederösterreich 2008 den neuen Landtag wählt, die letzte wichtige schwarze Bastion in der Republik hat mit SP-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, mit SP-Sozialminister Erwin Buchinger und sogar mit Bundespräsident Heinz Fischer ihre politischen "Reibebäume" gefunden.
Dem Kanzler wirft der in Fragen des Sozialen (Pflege), des Schulwesens (25er-Klassenschülerhöchstzahl), der Kultur (Grafenegg) und der Wissenschaft (Super-Uni Gugging) zum Polit-Einzelkämpfer gewordene Pröll vor, die Regierung nicht zu führen, den Sozialminister hält er schlicht für ungeeignet im Amt, und selbst das Staatsoberhaupt wird offen der sozialen Kälte geziehen.
Dreifaches Wahljahr 2008
Graz im Jänner und Tirol im Herbst sowie Niederösterreich: Diese drei Wahlgänge haben es in sich. Bundespolitisch sind es die ersten großen Tests für Gusenbauer und sein Team nach der Nationalratswahl 2006, vor allem aber für die unter ihrem Kanzlerverlust noch immer schwer leidende ÖVP. Will Vizekanzler Wilhelm Molterer spätestens 2010 ernsthaft zum Sturm auf das Kanzleramt ansetzen, muss er auf die Pröll'sche Supershow hoffen.
Schüssel-Ära mit großen ÖVP-Verlusten
Die Kanzler-ära Schüssels musste die ÖVP teuer bezahlen: Steiermark und Salzburg gingen ebenso verloren wie das Kanzleramt und die Hofburg. In Wien, im Burgenland und in Kärnten ist VP-Chef Molterers Truppe wenig bis nicht sichtbar, in Tirol muss man um den Landeshauptmann bangen, Landeschef Pühringer kämpft in OÖ hart. Bleibt neben Niederösterreich nur noch Vorarlberg als kleine Größe.
"Alles gegen Pröll!"
Während Pröll lediglich Minister Günther Platter und Finanzminister Molterer als Wahlkampfhelfer akzeptiert, hat die Bundes-SP mit Kanzler Gusenbauer und allen roten Ministern für deren Wahlkampfeinsätze unter der Enns den Masterplan fixiert. Schlachtruf gemeinsam mit Grünen, FPÖ und BZÖ: "Alles gegen Pröll!"
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