Zwischen Spaß und Todesgefahr: Schon zahlreiche Rodel-Unfälle in Österreich
- 2 Tote und 11 Verletzte bei Schlitten- und Bobfahrten
Bei Rodel-Unfällen sind diesen Winter in Österreich schon zwei Menschen zu Tode gekommen. Elf Personen wurden beim Schlitten- oder Bobfahren schwer verletzt. In Dorfgastein im Salzburger Pongau sind eine Polin sowie ihre elfjährige Tochter rund zehn Meter in einen vereisten Wasserfall gestürzt und zogen sich schwere Verletzungen zu.
Ein Holländer und seine dreijährige Tochter sind am 23. Dezember in die Liechtensteinklamm in Salzburger St. Veit im Pongau gestürzt und waren auf der Stelle tot. In Tulfes in Tirol stürzten am 26. Dezember zwei Mädchen zehn Meter in einen Bach. Drei Tage darauf prallten drei Betrunkene in Oberperfuss mit ihren Schlitten gegen eine Liftstütze. Auf derselben Rodelbahn ereignete sich ein weiterer Unfall, bei dem zwei 15-Jährige verletzt wurden.
Am 29. Dezember kam ein zwölfjähriges Mädchen auf der Bielerhöhe im Vorarlberger Silvarettagebiet zu Sturz. Ein dreijähriger Bub aus München ist am Neujahrstag im Mayrhofen im Zillertal 200 Meter über steiles und felsiges Gelände gestürzt.
Besonders gefährdet seien Kinder, die in Plastik-Bobs unterwegs sind, sagte Professor Axel Haberlik von der Grazer Uniklinik. Die flachen Schalen lassen sich schlecht lenken und bremsen, hinzu komme das geringe Körpergewicht von Kindern. Im freien Gelände sei das Fahren mit dem Plastikgefährt daher besonders gefährlich. In speziellen Bob- Bahnen könne dagegen weniger passieren.
Im Winter 2006/07 mussten laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) rund 4.600 Personen nach Rodel-Unfällen im Spital behandelt werden. Am häufigsten zogen sich die Opfer laut KfV Beinverletzungen zu (rund 2.200 Betroffene). Bei zirka 1.200 Rodlern wurden die Arme und Hände verletzt und für rund 500 Personen endete die Schlittenfahrt mit Kopfverletzungen. (apa)
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