Dienstag, 1. Jänner 2008

2007 weniger Tote durch Nahost-Konflikt: "Niedrigste Opferzahlen seit sieben Jahren"

  • Olmert: Neubau nur mit einer speziellen Erlaubnis
  • Auch weniger Zivilisten sind ums Leben gekommen

Im Nahost-Konflikt sind im Jahr 2007 nach einem Bericht der israelischen Menschenrechtsorganisation B'tselem deutlich weniger Menschen getötet worden als in den Vorjahren. Danach starben 373 Palästinenser - 2006 waren es 657 - und 13 Israelis. Das seien die niedrigsten Opferzahlen seit sieben Jahren, teilte B'tselem am Montag in Jerusalem mit.

Im Vergleich dazu seien bei bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Palästinenserfraktionen 344 Menschen gestorben, heißt es weiter. Das sei die höchste Zahl, seit die Palästinensergebiete vor 13 Jahren ihre Autonomie erhielten.

Nach Angaben der Organisation sind im zu Ende gehenden Jahr auch weniger Zivilisten ums Leben gekommen. Danach war etwa jeder dritte der von israelischen Soldaten getöteten 373 Palästinenser ein Zivilist (35 Prozent). Dagegen waren 2006 mehr als die Hälfte der getöteten Palästinenser (54 Prozent) Unbeteiligte. 53 Opfer waren Kinder oder Jugendliche. Von den 13 israelischen Opfern waren den Angaben zufolge sieben Zivilisten.

(apa/red)

1.1.2008 11:15