"Leiden der Palästinenser muss beendet werden": Abbas bietet Hamas jetzt Dialog an
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Der palästinensische Präsident Abbas hat der im Gaza-Streifen herrschenden Hamas einen Versöhnungsdialog und Neuwahlen vorgeschlagen. Es müsse eine neue Seite in den Beziehungen aufgeschlagen werden, sagte Abbas auf einer Kundgebung zum 43. Jahrestag der Gründung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) in Ramallah.
Das Leiden des palästinensischen Volkes im Gaza-Streifen müsse beendet werden. Der beste Weg dazu seien Neuwahlen, betonte Abbas. Die Hamas hatte die allgemeinen Wahlen vom Jänner 2006 mit absoluter Mehrheit gewonnen. Der Machtkampf zwischen der Fatah von Abbas und der Hamas hatte im Juni 2007 zu einer faktischen Trennung des Westjordanlandes und des Gaza-Streifens geführt.
Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas appellierte an die Hamas, vorgezogenen Wahlen zuzustimmen. "Ich verspreche, mein Bestes zu tun, dass diese Wahlen das Ergebnis einer tiefen und brüderlichen Verständigung sein werden", sagte Abbas in seiner Rede. Der Präsident hatte allerdings im September per Dekret eine Änderung des Wahlgesetzes verfügt, durch welche Hamas-Kandidaten faktisch von der Teilnahme ausgeschlossen wurden. Darin wird von den Kandidaten nämlich die Anerkennung des Staates Israel gefordert.
Hamas-Sprecher Fawzi Barhum wies in einer ersten Reaktion das Angebot von Abbas zurück. "Sie ist voller Aufwiegelung und spalterischer Begriffe", sagte Barhum. Es sei keine neue Initiative zu erkennen, die den Weg zu einem sofortigen Dialog ebnen könnte. Nach Einbruch der Dunkelheit schossen Anhänger der Fatah im Gaza- Streifen in die Luft, um den Jahrestag der PLO-Gründung zu feiern. Die traditionelle Parade in der Stadt Gaza am Neujahrstag wurde von der Hamas, die nicht zur PLO gehört, verboten.
(apa/red)
