Donnerstag, 13. Dezember 2007

Japanische Gentechniker züchteten eine furchtlose Maus: Spielt gerne mit Katzen

  • Angst nicht erlernt, sondern genetisch determiniert
  • Untersuchung über Aversion gegen bestimmte Dinge

Japanische Gentechniker haben Mäusen durch einen Eingriff in die DNA die Angst vor Katzen genommen. Die im Labor veränderten Mäuse liefen zutraulich auf ihre natürlichen Feinde zu und spielten mit ihnen.

Manipuliert wurden Zellen der Nasenschleimhaut. Damit sei nachgewiesen, dass diese Form der Angst nicht erlernt, sondern genetisch determiniert sei, sagte der Leiter des Forschungsteams an der Universität Tokio, Ko Kobayakawa. Daraus könne möglicherweise geschlossen werden, dass auch die menschliche Aversion gegen bestimmte Gerüche wie verwesendes Fleisch genetisch festgelegt sei. Das Forschungsprojekt soll nach Angaben Kobayakawas einen Beitrag für das Verständnis leisten, wie das Gehirn Informationen der Außenwelt verarbeitet.
(apa/red)

13.12.2007 08:41