Weihnachtszeit ist Alkohol-Unfall-Zeit: Punschstände und Co. fordern Crash-Tribut
- 2006 allein im Dezember 219 Unfälle unter Alkeinfluss
- Experten weisen auf unterschätzen Restalkohol hin
·Punschzeit: Deutlich mehr Alko-Unfälle
Wirkung des Getränks wird zu oft unterschätzt
·Glühwein, Punsch und Adventstimmung
KLICKEN: Weihnachts- märkte in ganz Österreich
Adventmärkte, Punschstände und diverse Feiern der Vorweihnachtszeit fordern auf den Straßen ihren Tribut. Im Dezember des Vorjahres ereigneten sich mit 219 Alkoholunfälle die meisten derartigen Crashes. "In diesem Jahr wird die Opferbilanz möglicherweise höher ausfallen", so Dora Donosa, Verkehrspsychologin vom ÖAMTC.
Bei 0,5 Promille Alkohol im Blut ist die Unfallgefahr doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand. Bei 0,8 Promille steigt die Gefahr bereits um das Vierfache. "Mit 1,2 Promille ist die Wahrscheinlichkeit eines kapitalen Crashs sogar zwölfmal höher", erklärte die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Es kommt zu einer deutlichen Verlängerung der Reaktionszeit, Abstand und Geschwindigkeit werden falsch eingeschätzt, das Blickfeld beginnt sich immer mehr einzuengen. Die Hell-Dunkel-Anpassung der Augen ist verlangsamt. Dadurch entsteht eine erhöhte Blendempfindlichkeit durch entgegenkommende Fahrzeuge. Risikobereitschaft und vor allem Selbstüberschätzung nehmen zu.
Experten mahnen, möglichen Restalkohol am nächsten Tag zu beachten. Der Alkoholabbau kann weder durch Kaffee, Essen oder eine morgendliche kalte Dusche beschleunigt werden. Pro Stunde werden in der Leber durchschnittlich 0,1 bis 0,15 Promille abgebaut.
(apa/red)
