Mehr Verbindungen, schneller und teurer: Neuer ÖBB-Fahrplan ist ab sofort in Kraft
- Vorteil: Pendler in Steiermark, Tirol & Oberösterreich
- Aber: Ticket-Preise auch bis zu 4 Prozent angehoben

·Zug voll: Schaffner schmiss Leute raus!
An Grenze zu Ungarn: MAV protestiert heftig
·Mehr Verbindungen, schneller und teurer
Neuer ÖBB-Fahrplan ab sofort in Kraft getreten
·ÖBB: Verluste durch Spekulationsgeschäfte
"Zockerbude": SP fordert Rechnungshof-Prüfung
Mehr und schnellere Verbindungen, aber auch höhere Preise, bringt der neue Fahrplan der ÖBB. Die Preise für die Tickets steigen durchschnittlich um 2,5 Prozent, dafür soll den Fahrgästen aber auch mehr geboten werden.
Besonders Fernreisende auf der Westbahn und Nahverkehrskunden in der Steiermark, Tirol und Oberösterreich dürfen sich über mehr und schnellere Züge freuen. Durch 646 neue Schiene-Bus-Anschlüsse wird die Abstimmung von Postbus und Bahn verbessert.
Mit dem Winterfahrplan gibt es unter anderem sechsmal täglich im Zweistundentakt eine besonders schnelle ICE-T-Verbindung von Wien nach Frankfurt. Die Fahrtzeit auf der Westbahn wird um bis zu zehn Minuten verkürzt, die Abstimmung von Fern- und Nahverkehr verbessert.
Auf der Südbahn tauscht die ÖBB die bisher wegen Engpässen eingesetzten "nicht fernverkehrtauglichen" Waggons aus, auf eine Fahrtzeitverkürzung müssen Reisende zwischen Wien, Graz und Klagenfurt aber weiter warten.
"S- Bahn-Zeitalter" in Steiermark beginnt
In der Steiermark beginnt mit dem neuen ÖBB-Fahrplan auch das "S- Bahn-Zeitalter" im Großraum Graz. 70 neue Zugverbindungen ermöglichen die Einführung eines 30- bis 60-Minuten-Takts im Einzugsgebiet der steirischen Metropole, zu Spitzenzeiten wird im 15-bis 20-Minuten- Takt gefahren. In Wien wird ebenfalls zu Spitzenzeiten in der Früh und am Nachmittag ein Zehn-Minuten-Takt auf der Vorortelinie (S45) eingeführt. In Burgenland gibt es 13 neue Zugverbindungen.
Ticketpreise teilweise um vier Prozent gestiegen
Teilweise sind die Ticketpreise mit dem heutigen Tag um vier Prozent gestiegen. Im Nahverkehr spielt die ÖBB-Tariferhöhung eine geringere Rolle, da bei den meisten Fahrten die von den regionalen Verkehrsverbünden festgelegten Zonenpreise zur Anwendung kommen. Doch auch hier sind für Anfang 2008 Tariferhöhungen geplant.
(APA/red)

