Grippewelle hat Österreich erfasst: Viel zu wenige Menschen vor Krankheit geschützt!
- Nur 18 Prozent gegen gefährliche Influenza geimpft
- Immunisierung könnte Todesraten sogar halbieren
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die Grippe impfen?
·Österreicher bei Influenza 'Impfmuffel'
Gesundheitspersonal seltener geimpft als Rest
·Vorkehrungen gegen Influenza-Pandemie
Plan enthällt Maßnahmen im möglichen Krisenfall

Viel zu wenige Österreicher - nur 18 Prozent - lassen sich jährlich gegen Influenza per Impfung schützen. Dabei kann sie die Todesrate speziell von älteren Personen mit chronischen Erkrankungen wie Atherosklerose halbieren. Im neuen Österreichischen Impfplan ist daher erstmals eine Empfehlung enthalten, dass sich alle über 50-Jährigen gegen die Influenza per Vakzine schützen lassen sollen.
Die Krise fängt schon bei der epidemiologischen Überwachung an. Zwar dürften pro Jahr rund 380.000 Österreicher an einer Influenza erkranken, doch wie viele Todesfälle durch die Infektion bzw. nachfolgende Komplikationen verursacht werden, ist im Detail unbekannt. Bei Obduktionen wird kein Virus-Nachweis durchgeführt. Die Todesursachen sind zwar Herz-Kreislauf- oder respiratorisches Versagen oder gar Schlaganfälle, doch die oft als Auslöser fungierende Influenza wird einfach nicht diagnostiziert.
Dabei könnte eine Durchimpfung möglichst großer Bevölkerungskreise das Risiko erheblich senken. Vergangenes Jahr aber waren in Österreich nur 18 Prozent der Gesamtbevölkerung gegen die Influenza geimpft, gar nur 17 Prozent des Gesundheitspersonals und nur 35 Prozent der chronisch Kranken wie beispielsweise Patienten mit Herz- oder Lungenleiden oder Diabetes.
Laut Ingomar Mutz, Vorsitzender des Impfausschusses des Obersten Sanitätsrates, der einhellige Rat der Experten: "Wer in Österreich noch nicht an Influenza erkrankt ist, sollte sich möglichst schnell impfen lassen. Die Impfung ist auch die einzige Immunisierung, die auch ausdrücklich für Schwangere im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel empfohlen ist." Das schützt nämlich auch das Baby durch die Antikörper der Mutter.
(apa/red)
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