ORF: Super-Alex in Nöten

Die ÖVP will das Budget von ORF-Chef Wrabetz kippen und den General zermürben. Wie er sich wehrt.
Täglich prasseln neue Hiobsbotschaften auf ihn ein: Die Quoten seines ORF seien trist, die Stimmung in seinem Unternehmen sei mies, seine Sparmaßnahmen nicht ausreichend, seine Entscheidungsfreudigkeit zu gering. Und weil all das offenbar nicht ausreicht, will die ÖVP ihm bei der ORF-Stiftungsratssitzung am 13. Dezember auch noch sein Begehren, die Rundfunkbeiträge zu erhöhen, zunichtemachen. Keine Frage, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz steht derzeit unter massivem Beschuss.
Und allzu bald dürfte sich die Lage auch nicht entspannen. Denn Teile der ÖVP sinnen immer noch auf Rache für die Abwahl ihrer damaligen ORF-Kandidatin Monika Lindner. Besonders ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel will, dass die ÖVP Wrabetz weiter ins Visier nimmt.
Mürbe machen. Im Hintergrund sucht die ÖVP jedenfalls nach Verbündeten im ORF-Stiftungsrat, um die Gebührenerhöhung doch noch zu kippen und Wrabetz eine Blamage zu bescheren. FPÖ und BZÖ haben sie schon in ihr Boot holen können. Mit den Grünen und unabhängigen Stiftungsräten wird noch eifrig verhandelt. Doch selbst wenn sich Wrabetz diesmal im Stiftungsrat durchsetzen sollte, will die ÖVP ihn weiter mit einer Politik der kleinen Nadelstiche mürbe machen, wie einer aus der Schule plaudert. Dass Wrabetz sich als ORF-Chef einen neuen Audi A8 angeschafft hat und die restlichen Direktoren neue Audi A6 fahren, ist ein Skandal, ätzt nun ein Schwarzer. Außerdem habe die ORF-Berichterstattung Kampagnen-Charakter, kritisiert ÖVP-Mediensprecher Franz Morak.
Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
