Alarm: Die letzte Klima-Chance

Stirbt der Regenwald, droht der Klimakollaps. Die Umweltkonferenz auf Bali ist die letzte Chance für die Welt.
Diese Prognose könnte nicht dramatischer sein: Wir stehen bereits in wenigen Jahren vor dem Klimakollaps. Eine aktuelle Studie des WWF, die im Rahmen der UN-Weltklimakonferenz in Bali präsentiert wird, warnt vor einem potenziell verheerenden Domino-Effekt, den die steigenden Temperaturen auslösen könnten. Ausgerechnet die grüne Lunge der Erde, der Regenwald des Amazonas, könnte bis zum Jahr 2030 wesentlich früher als bislang angenommen zu einem gefährlichen Motor der Erderwärmung werden, so seine Zerstörung nicht sofort gestoppt wird, lautet das Fazit der Studie.
Klimaexperten warnen seit einigen Monaten immer lauter vor einer möglichen unumkehrbaren Kettenreaktion der Erderwärmung. Eine ganze Reihe sogenannter tipping points sensible Zonen des Weltklimas wurden identifiziert, die mit jedem Temperaturplus stärker gefährdet sind und den vom Menschen verursachten Klimawandel noch zusätzlich anheizen: Der schon einsetzende Tauprozess des Dauerfrostbodens der Tundra wird gigantische Mengen an Treibhausgasen freisetzen, höhere Wassertemperaturen verändern Meeresströmungen, fehlende Wälder beschleunigen die Bodenerosion. Vor allem aber zählen die Schmelze der Pole und der sterbende Regenwald dazu. Fallen diese zentralen Schutzschalter unseres Klimasystems, wird ein Gegensteuern der Menschen nicht mehr möglich sein.
Wie schnell wird uns auf diesen point of no return zubewegen, illustriert jetzt eine aktuelle Regenwald-Studie, veröffentlicht von der Umweltorganisation WWF. Autor ist einer der renommiertesten Erforscher des Regenwaldes, Dan Nepstad, der zum sofortigen Komplettschutz aufruft: Die Bewahrung des Regenwaldes ist ein wesentlicher Garant unseres Klimas. Ohne den Wald ist es verloren.
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