Nataschas ganz neue TV-Rolle: Wie ihre eigene Sendung auf Puls 4 aussehen wird
- Der Medien-Coup: Natascha Kampusch spricht mit Prominenten vor laufender Kamera. Alle Details.

·Natascha Kampusch im Bilanz-Interview
NEWS: 19-Jährige spricht über ihre Pläne für 2008
Das Interview: Wie sie 15 Monate nach ihrer Befreiung jetzt lebt. Ihre Bilanz.
Es ist Samstag der Vorwoche, elf Uhr Vormittag, als im puls-tv-Studio im Wiener MuseumsQuartier hektische Betriebsamkeit ausbricht: Drei Kameras werden eilig in Position gebracht, die Deko perfekt ins Bild gerückt, der Ton abgestimmt. Dann das Kommando aus dem Regieraum: Wir starten in drei Minuten
Im Vorraum des Studios legt der Tontechniker noch Hand an der Moderatorin der Sendung an. Der Sender des drahtlosen Mikros wird rücklings an den Hosenbund geklemmt, die Kabel unter ihrer Bluse versteckt: Wollen Sie das Earphone ins rechte oder linke Ohr?
Hmm, ich glaube, links ist mir lieber.
Dann eilt die junge Frau ins Studio und nimmt neben ihrem Gast, dem Ö1-Radiojournalisten und ehemaligen Moderator des legendären Club 2 Peter Huemer, Platz.
Wieder das Kommando von der Regie: Vier, drei, zwei, eins
on air!
Das NEWS-Team und alle, die nicht unmittelbar an der TV-Produktion beteiligt sind, müssen jetzt das Studio verlassen.
Training im Studio. Was dann die nächsten 30 Minuten als Probelauf in Szene geht, ist der größte Coup der jüngeren heimischen Mediengeschichte: Natascha Kampusch, vor knapp 15 Monaten ihrem achtjährigen Martyrium durch Wolfgang Priklopil entkommen, dreht die Rollen um: Nicht ihr werden so wie seit ihrer Befreiung die Fragen gestellt, sondern sie stellt sie. Als Moderatorin einer Pilotsendung, die ab Februar 2008 regelmäßig bei PULS 4 so wird der Sender dann heißen ausgestrahlt werden soll. Peter Huemer, der alte Medienfuchs, gibt an diesem Tag quasi ihren Sparringspartner, an dem sich Natascha Kampusch versuchen kann. Sie ist an mich herangetreten, weil sie schon in der Zeit ihrer Gefangenschaft meine Sendung auf Ö1 regelmäßig gehört hat, sagt Huemer.
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