Hat das Ende des Öl-Zeitalters begonnen?
Experten sehen "Peak Oil" bereits erreicht
- Auch Erdgas-Fördermöglichkeit bald am Maximum
- Aufruf zu effizienterer Nutzung alternativen Methoden

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Die bis vor kurzen an 100 Dollar (68,7 Euro) heranreichenden Preise für ein Fass Rohöl, aber auch jüngste Warnungen der Internationalen Energiegentur (IEA) haben ein Thema in die Massenmedien geschwemmt, das lange als "paranoid" galt -"Peak Oil", die Ansicht, dass die weltweite Produktionsspitze bei Rohöl bereits erreicht ist oder unmittelbar bevorsteht. Vertreter der Theorie erwarten für die Zeit danach kontinuierlich steigende Ölpreise und daraus folgende schwere Krisen in der stark von billigem Öl abhängigen Weltwirtschaft.
Zwei Vertreter der Theorie waren auf Einladung des Biomasseverbands in Wien. Jörg Schindler und Werner Zittel haben für die Nichtregierungsorganisation Energy Watch Group (EWG) eine Studie zu dem Thema verfasst, die vor wenigen Wochen publiziert worden ist. Schlüsselergebnisse: Der Gipfel der Ölförderung ist bereits 2006 überschritten worden, die weltweiten Ölreserven werden um vermutlich 25 Prozent überschätzt. Erdöl stellt etwa 40 Prozent der weltweiten Primärenergie.
Eine Verknappung und Verteuerung von fossilen Treibstoffen sei unabwendbar und werde mittel- und langfristig zu einem veränderten Mobilitätsverhalten und zu einer veränderten internationalen Arbeitsteilung führen müssen, meinten Schindler und Zittel. Der Peak der weltweiten Gasförderung werde ebenfalls in absehbarer Zukunft erreicht werden. Energie müsse effizienter genutzt und erneuerbare Energien müssten forciert eingeführt werden, forderten die Autoren. (apa/red)
